Olympia 2026

Das sind die deutschen Stars bei den Winterspielen

Das schwarz-rot-goldene Olympia-Team hat das Ziel, zu den besten drei Nationen zu gehören. Wir präsentieren deutsche Stars, die das Ringe-Spektakel 2026 prägen könnten.

Auf Medaillenkurs: Franziska Preuß, Leon Draisaitl, Minerva Hase/Nikita Volodin (oben von links), Vinzenz Geiger, Julia Taubitz und Francesco Friedrich (unten von links) – weitere Infos gibt es in unserer Bildergalerie.

© Imago/Ulrich Wagner

Auf Medaillenkurs: Franziska Preuß, Leon Draisaitl, Minerva Hase/Nikita Volodin (oben von links), Vinzenz Geiger, Julia Taubitz und Francesco Friedrich (unten von links) – weitere Infos gibt es in unserer Bildergalerie.

Von Jochen Klingovsky

Die Ausbeute des deutschen Olympia-Teams bei den Winterspielen 2022 in Peking war glänzend. 27 Medaillen, darunter zwölf aus Gold, bedeuteten Rang zwei in der Nationenwertung – nur Norwegen (37 Medaillen, darunter 16 goldene) war noch erfolgreicher. Wie es diesmal im Norden Italiens ausgehen wird? Hängt mutmaßlich erneut von den Ergebnissen im Eiskanal ab.

In Peking fuhren die Deutschen mit der Konkurrenz Schlitten, im Bobsport (3/3/1), Rodeln (4/2/0) und Skeleton (2/1/0) gab es unglaubliche neun Gold- und sechs Silbermedaillen, dazu einmal Bronze. Kein Wunder, dass bei den deutschen Athletinnen und Athleten, die mit großen Hoffnungen zu den Winterspiele 2026 reisen, die Kufen-Fraktion prominent vertreten ist. Aber nicht nur. Wir präsentieren auch andere deutsche Stars, die das Ringe-Spektakel 2026, das an diesem Freitag eröffnet wird, prägen könnten.

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Franziska Preuß, Biathlon Selbst eine Sportlerin, über die alles bekannt zu sein scheint, kann noch überraschen. „Vielleicht“, sagte Franziska Preuß (31) vor eineinhalb Wochen nach dem Massenstart im tschechischen Nove Mesto, „waren dies meine letzten Weltcup-Rennen.“ Mittlerweile ist klar: Die beste deutsche Biathletin, die 2025 erst vier Medaillen bei der WM gewann (darunter Gold in der Verfolgung) und anschließend erstmals in ihrer Karriere den Gesamtweltcup, wird spätestens am Ende der laufenden Saison aufhören – vielleicht aber auch schon direkt nach den olympischen Wettbewerben in Antholz. Es würde ins Bild passen. Denn zum einen wirkt Franziska Preuß nach harten Monaten, die von einer Handverletzung und einer Corona-Infektion beeinträchtigt waren und in denen sie sieglos blieb, mental müde. Und zum anderen sind die Winterspiele in Südtirol ihr letztes großes Ziel. Sie wird noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um endlich eine olympische Einzelmedaille zu gewinnen (bisher gab es Staffel-Bronze 2022 in Peking), und es ist angesichts ihrer vielen Olympia-Starts nicht ausgeschlossen, dass sie sogar öfter auf dem Podest landet. Denn an einem Fakt gibt es keinen Zweifel: Franziska Preuß ist auf jeden Fall stark genug, um auch in Antholz zu überraschen.

© IMAGO/GEPA pictures

Franziska Preuß, Biathlon Selbst eine Sportlerin, über die alles bekannt zu sein scheint, kann noch überraschen. „Vielleicht“, sagte Franziska Preuß (31) vor eineinhalb Wochen nach dem Massenstart im tschechischen Nove Mesto, „waren dies meine letzten Weltcup-Rennen.“ Mittlerweile ist klar: Die beste deutsche Biathletin, die 2025 erst vier Medaillen bei der WM gewann (darunter Gold in der Verfolgung) und anschließend erstmals in ihrer Karriere den Gesamtweltcup, wird spätestens am Ende der laufenden Saison aufhören – vielleicht aber auch schon direkt nach den olympischen Wettbewerben in Antholz. Es würde ins Bild passen. Denn zum einen wirkt Franziska Preuß nach harten Monaten, die von einer Handverletzung und einer Corona-Infektion beeinträchtigt waren und in denen sie sieglos blieb, mental müde. Und zum anderen sind die Winterspiele in Südtirol ihr letztes großes Ziel. Sie wird noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um endlich eine olympische Einzelmedaille zu gewinnen (bisher gab es Staffel-Bronze 2022 in Peking), und es ist angesichts ihrer vielen Olympia-Starts nicht ausgeschlossen, dass sie sogar öfter auf dem Podest landet. Denn an einem Fakt gibt es keinen Zweifel: Franziska Preuß ist auf jeden Fall stark genug, um auch in Antholz zu überraschen.

Francesco Friedrich, Bob Der Bobpilot aus Pirna hat in seiner Karriere schon alles erlebt und macht in diesem Winter doch eine neue Erfahrung: Ausnahmsweise rast Francesco Friedrich (35) nicht von Sieg zu Sieg, im Weltcup stand er nur dreimal auf dem obersten Podest (1x Zweier, 2x Vierer). Aus der Ruhe bringt ihn das nicht. „Wir wissen jetzt, wo wir Zeit haben liegen lassen“, sagt er vor den Rennen im neuen Eiskanal von Cortina d’Ampezzo, „bei Olympischen Spielen kommt es nicht auf die Ergebnisse an, die es vorher gab. Immer wenn es entscheidend war, haben wir das Ding gedreht, und wir sind auch diesmal guter Dinge.“ Francesco Friedrich ist nicht nur Rekordweltmeister (18 WM-Titel) und der Bobfahrer mit den meisten Weltcupsiegen (90), sondern auch der einzige Pilot, der bei Winterspielen doppeltes Doppel-Gold gewann – in Pyoengchang (2018) und Peking (2022) triumphierte er jeweils im Zweier und im Vierer. Nun könnte er in Cortina mit einem fünften Triumph André Lange (4x Gold von 2002 bis 2010) hinter sich lassen. Das wird er mit neuen Kufen versuchen – und mit dem ihm eigenen Ehrgeiz: „Wir sind bereit!“

© IMAGO/Sven Simon

Francesco Friedrich, Bob Der Bobpilot aus Pirna hat in seiner Karriere schon alles erlebt und macht in diesem Winter doch eine neue Erfahrung: Ausnahmsweise rast Francesco Friedrich (35) nicht von Sieg zu Sieg, im Weltcup stand er nur dreimal auf dem obersten Podest (1x Zweier, 2x Vierer). Aus der Ruhe bringt ihn das nicht. „Wir wissen jetzt, wo wir Zeit haben liegen lassen“, sagt er vor den Rennen im neuen Eiskanal von Cortina d’Ampezzo, „bei Olympischen Spielen kommt es nicht auf die Ergebnisse an, die es vorher gab. Immer wenn es entscheidend war, haben wir das Ding gedreht, und wir sind auch diesmal guter Dinge.“ Francesco Friedrich ist nicht nur Rekordweltmeister (18 WM-Titel) und der Bobfahrer mit den meisten Weltcupsiegen (90), sondern auch der einzige Pilot, der bei Winterspielen doppeltes Doppel-Gold gewann – in Pyoengchang (2018) und Peking (2022) triumphierte er jeweils im Zweier und im Vierer. Nun könnte er in Cortina mit einem fünften Triumph André Lange (4x Gold von 2002 bis 2010) hinter sich lassen. Das wird er mit neuen Kufen versuchen – und mit dem ihm eigenen Ehrgeiz: „Wir sind bereit!“

Julia Taubitz, Rodeln In keiner anderen Sportart gibt es so viele deutsche Medaillenkandidaten wie im Rodeln, einige von ihnen könnten Geschichte schreiben. Holen Tobias Wendl und Tobias Arlt wie in Sotschi (2014), Pyeongchang (2018) und Peking (2022) das Double im Doppelsitzer und im Team, würden sie in den elitären Kreis der Super-Olympioniken mit acht (!) Goldmedaillen aufsteigen, der bisher aus dem norwegischen Trio Marit Björgen, Björn Dählie (Langlauf) und Ole Einar Björndalen (Biathlon) besteht. Auch Felix Loch arbeitet hart für das nächste Kapitel seiner Erfolgsstory. Zwölf Jahre nach seiner letzten Goldmedaille will es der Triple-Olympiasieger und 14-malige Weltmeister erneut aufs oberste Podest schaffen – und der 36-Jährige hat bereits angekündigt, dass auch die Winterspiele 2030 in Frankreich ein Ziel für ihn sind. Und dann ist da noch Julia Taubitz (29), die als Einzige aus dem deutschen Team mit Olympischen Spielen eine Rechnung offen hat. 2018 verpasste sie die Qualifikation, 2022 in Peking nach einem Bahnrekord im ersten Lauf im zweiten Durchgang durch einen Sturz die Goldmedaille. Diese peilt die achtmalige Weltmeisterin und fünfmalige Gesamtweltcupsiegerin nun an. Im neuen Eiskanal in Cortina d’Ampezzo sei es wichtig, „gefühlvoll zu fahren“, sagt Julia Taubitz. Und auch: „Das liegt mir.“ Ob ihr persönlicher Olympia-Fluch bald endet?

© IMAGO/Michael Kristen

Julia Taubitz, Rodeln In keiner anderen Sportart gibt es so viele deutsche Medaillenkandidaten wie im Rodeln, einige von ihnen könnten Geschichte schreiben. Holen Tobias Wendl und Tobias Arlt wie in Sotschi (2014), Pyeongchang (2018) und Peking (2022) das Double im Doppelsitzer und im Team, würden sie in den elitären Kreis der Super-Olympioniken mit acht (!) Goldmedaillen aufsteigen, der bisher aus dem norwegischen Trio Marit Björgen, Björn Dählie (Langlauf) und Ole Einar Björndalen (Biathlon) besteht. Auch Felix Loch arbeitet hart für das nächste Kapitel seiner Erfolgsstory. Zwölf Jahre nach seiner letzten Goldmedaille will es der Triple-Olympiasieger und 14-malige Weltmeister erneut aufs oberste Podest schaffen – und der 36-Jährige hat bereits angekündigt, dass auch die Winterspiele 2030 in Frankreich ein Ziel für ihn sind. Und dann ist da noch Julia Taubitz (29), die als Einzige aus dem deutschen Team mit Olympischen Spielen eine Rechnung offen hat. 2018 verpasste sie die Qualifikation, 2022 in Peking nach einem Bahnrekord im ersten Lauf im zweiten Durchgang durch einen Sturz die Goldmedaille. Diese peilt die achtmalige Weltmeisterin und fünfmalige Gesamtweltcupsiegerin nun an. Im neuen Eiskanal in Cortina d’Ampezzo sei es wichtig, „gefühlvoll zu fahren“, sagt Julia Taubitz. Und auch: „Das liegt mir.“ Ob ihr persönlicher Olympia-Fluch bald endet?

Vinzenz Geiger, nordische Kombination Der Moment, der den nordischen Kombinierer Vinzenz Geiger (28) am besten charakterisiert, liegt vier Jahre zurück. Im olympischen Rennen von Peking war Johannes Rydzek die Goldmedaille kaum noch zu nehmen, und trotzdem riskierte Vinzenz Geiger alles. Den Sieg für Deutschland, die Beziehung zu seinem Oberstdorfer Teamkollegen, sein Image. Er machte den Lauf seines Lebens, brachte in seinem Windschatten aber auch längst abgeschriebene Konkurrenten zurück an die Spitze. Am Ende sprintete Vinzenz Geiger zum Olympiasieg – die riskante Rechnung war aufgegangen. „Ich bin dafür bekannt“, sagte er hinterher, „dass ich auf meine eigene Stärke vertraue.“ Die hat ihm nach olympischem Team-Gold 2018 in Pyoengchang mittlerweile auch den Sieg im Gesamtweltcup (2025) eingebracht. Vor dem Start in die aktuelle Saison lag er zwar mit einem dreifachen Bänderriss, den er sich beim Fußball zugezogen hatte, länger auf Eis. Mittlerweile aber hat Vinzenz Geiger wieder Kontakt zur Spitze, er gewann am Samstag in Seefeld ein Rennen (unser Foto), liegt in olympischer Lauerstellung. Mehr braucht er nicht, um am Ende groß rauszukommen. Wie damals in Peking.

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Vinzenz Geiger, nordische Kombination Der Moment, der den nordischen Kombinierer Vinzenz Geiger (28) am besten charakterisiert, liegt vier Jahre zurück. Im olympischen Rennen von Peking war Johannes Rydzek die Goldmedaille kaum noch zu nehmen, und trotzdem riskierte Vinzenz Geiger alles. Den Sieg für Deutschland, die Beziehung zu seinem Oberstdorfer Teamkollegen, sein Image. Er machte den Lauf seines Lebens, brachte in seinem Windschatten aber auch längst abgeschriebene Konkurrenten zurück an die Spitze. Am Ende sprintete Vinzenz Geiger zum Olympiasieg – die riskante Rechnung war aufgegangen. „Ich bin dafür bekannt“, sagte er hinterher, „dass ich auf meine eigene Stärke vertraue.“ Die hat ihm nach olympischem Team-Gold 2018 in Pyoengchang mittlerweile auch den Sieg im Gesamtweltcup (2025) eingebracht. Vor dem Start in die aktuelle Saison lag er zwar mit einem dreifachen Bänderriss, den er sich beim Fußball zugezogen hatte, länger auf Eis. Mittlerweile aber hat Vinzenz Geiger wieder Kontakt zur Spitze, er gewann am Samstag in Seefeld ein Rennen (unser Foto), liegt in olympischer Lauerstellung. Mehr braucht er nicht, um am Ende groß rauszukommen. Wie damals in Peking.

Minerva Hase/Nikita Volodin, Eiskunstlaufen Manchmal ist es im Sport sinnvoll, langfristig zu denken. Schon in der Schule entschied sich Minerva Hase, auch Russisch zu lernen, weil sie wusste, dass diese Sprache im Eiskunstlaufen eine wichtige Rolle spielt. Nun helfen ihr die Grundkenntnisse, die sie sich damals angeeignet hat, zwar nicht bei Sprüngen und Hebungen, wohl aber in der Verständigung mit ihrem Partner. Denn seit 2023 sind Minerva Hase (26) und Nikita Volodin (26) auf dem Eis ein Paar – mit glänzenden Aussichten. Vier Medaillen bei Großereignissen hat das neuformierte Duo bereits gewonnen: WM-Silber und -Bronze, dazu EM-Gold und Silber. Wobei die beiden Eiskunstläufer zuletzt mit Platz zwei bei der EM alles andere als zufrieden waren. „Unsere Leistung war nicht gut“, sagt Minerva Hase, die 2022 bei den Winterspielen in Peking noch an der Seite von Nolan Seegert lief und auch deshalb so gut mit dem gebürtigen Russen Nikita Volodin (wurde im August 2025 eingebürgert) harmoniert, weil beide im Sport Perfektionisten sind. Zuletzt haben sie an vielen Details gearbeitet, um in Mailand eine glanzvolle Kür aufs Eis zaubern zu können. Und damit den Sprung aufs Podest zu schaffen.

© IMAGO/NurPhoto

Minerva Hase/Nikita Volodin, Eiskunstlaufen Manchmal ist es im Sport sinnvoll, langfristig zu denken. Schon in der Schule entschied sich Minerva Hase, auch Russisch zu lernen, weil sie wusste, dass diese Sprache im Eiskunstlaufen eine wichtige Rolle spielt. Nun helfen ihr die Grundkenntnisse, die sie sich damals angeeignet hat, zwar nicht bei Sprüngen und Hebungen, wohl aber in der Verständigung mit ihrem Partner. Denn seit 2023 sind Minerva Hase (26) und Nikita Volodin (26) auf dem Eis ein Paar – mit glänzenden Aussichten. Vier Medaillen bei Großereignissen hat das neuformierte Duo bereits gewonnen: WM-Silber und -Bronze, dazu EM-Gold und Silber. Wobei die beiden Eiskunstläufer zuletzt mit Platz zwei bei der EM alles andere als zufrieden waren. „Unsere Leistung war nicht gut“, sagt Minerva Hase, die 2022 bei den Winterspielen in Peking noch an der Seite von Nolan Seegert lief und auch deshalb so gut mit dem gebürtigen Russen Nikita Volodin (wurde im August 2025 eingebürgert) harmoniert, weil beide im Sport Perfektionisten sind. Zuletzt haben sie an vielen Details gearbeitet, um in Mailand eine glanzvolle Kür aufs Eis zaubern zu können. Und damit den Sprung aufs Podest zu schaffen.

Leon Draisaitl, Eishockey Die Wertschätzung für den Eishockey-Superstar von den Edmonton Oilers ist auch in der Heimat riesig. 2020 wurde Leon Draisaitl (30) zu Deutschlands „Sportler des Jahres“ gewählt, als erst zweiter Athlet aus einer Mannschaftssportart nach Dirk Nowitzki. Nun könnte er in Mailand – wie der Basketballer 2008 in Peking – auch noch zum Fahnenträger des deutschen Olympia-Teams gekürt werden. Es wäre eine große Ehre für Leon Draisaitl, sein Ziel ist ein anderes: Er will nun auch im Nationaltrikot zeigen, dass er zu den besten Eishockeyspielern der Welt gehört. Die Oilers-Fans haben daran keinen Zweifel, und auch die Zahlen sprechen eine klare Sprache – nicht nur beim Verdienst (sein Acht-Jahres-Vertrag bis 2033 garantiert ihm 94 Millionen Euro). Vergangene Saison war er mit 52 Toren bester Schütze der NHL, als erster Deutscher übertraf er die Marke von 1000 Scorer-Punkten. „Er kann Pässe aus dem Nichts spielen“, sagt Harold Kreis, der Bundestrainer, der weiß, dass er einen Draisaitl in Topform benötigt, um gegen die NHL-Stars aus Kanada, den USA, Schweden oder Finnland eine Chance zu haben. „Den größten Druck mache ich mir selbst“, erklärt der Mann, der ein ganzes Team tragen soll, „wir wollen eine Medaille gewinnen.“

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Leon Draisaitl, Eishockey Die Wertschätzung für den Eishockey-Superstar von den Edmonton Oilers ist auch in der Heimat riesig. 2020 wurde Leon Draisaitl (30) zu Deutschlands „Sportler des Jahres“ gewählt, als erst zweiter Athlet aus einer Mannschaftssportart nach Dirk Nowitzki. Nun könnte er in Mailand – wie der Basketballer 2008 in Peking – auch noch zum Fahnenträger des deutschen Olympia-Teams gekürt werden. Es wäre eine große Ehre für Leon Draisaitl, sein Ziel ist ein anderes: Er will nun auch im Nationaltrikot zeigen, dass er zu den besten Eishockeyspielern der Welt gehört. Die Oilers-Fans haben daran keinen Zweifel, und auch die Zahlen sprechen eine klare Sprache – nicht nur beim Verdienst (sein Acht-Jahres-Vertrag bis 2033 garantiert ihm 94 Millionen Euro). Vergangene Saison war er mit 52 Toren bester Schütze der NHL, als erster Deutscher übertraf er die Marke von 1000 Scorer-Punkten. „Er kann Pässe aus dem Nichts spielen“, sagt Harold Kreis, der Bundestrainer, der weiß, dass er einen Draisaitl in Topform benötigt, um gegen die NHL-Stars aus Kanada, den USA, Schweden oder Finnland eine Chance zu haben. „Den größten Druck mache ich mir selbst“, erklärt der Mann, der ein ganzes Team tragen soll, „wir wollen eine Medaille gewinnen.“

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Erstellt:
5. Februar 2026, 08:12 Uhr

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