Allianz MTV Stuttgart

Der Traum vom Titel platzt im Tie-Break

Die Stuttgarter Volleyballerinnen verlieren auch das zweite Play-off-Halbfinale gegen den Dresdner SC mit 2:3 – damit ist die Saison für das beste Team der Bundesliga beendet.

Aus im Play-off-Halbfinale: Die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart sind nach zwei knappen Niederlagen enttäuscht.

© Baumann

Aus im Play-off-Halbfinale: Die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart sind nach zwei knappen Niederlagen enttäuscht.

Von Jochen Klingovsky

Das beste Team der Bundesliga-Hauptrunde ist raus! Die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart, als Nummer eins in die Play-offs gestartet, sind im Halbfinale gescheitert. Nach der 2:3-Niederlage zum Auftakt der Serie (Modus: best of three) am Ostersonntag in der Scharrena, als die Gastgeberinnen im Tie-Break drei Matchbälle vergeben hatten, unterlag das Team von Konstantin Bitter am Mittwochabend auch im zweiten Duell im fünften Satz. Nach der 2:3-Niederlage (25:20, 21:25, 23:25, 26:24, 13:15) flossen bei den Stuttgarterinnen Tränen, und auch der Trainer war bedient. „Die Enttäuschung ist riesig, wir waren ganz nahe dran“, sagte Konstantin Bitter, „das was meiner Mannschaft noch fehlt, ist die Fähigkeit, in entscheidenden Momenten kluge Entscheidungen zu treffen.“

Dabei hatte das Spiel, das sie unbedingt gewinnen mussten, für die Gäste sehr gut begonnen – vor allem dank ihrer Aufschläge. Nach dem fünften (!) Ass, dem dritten der anfangs sehr starken Kapitänin Antonia Stautz, führte das MTV-Team mit 14:7. Zwar gingen die nächsten sechs Punkte allesamt an den Dresdner SC, doch zwei weitere Asse von Lucia Varela Gomez ebneten den Weg zum letztlich klaren Satzgewinn.

Alexander Waibl heizt das Publikum an

Ironischerweise sorgte eine gewonnene Challenge für die Wende. Die Gäste lagen Mitte des zweiten Satzes mit drei Punkten vorne, als Trainer Konstantin Bitter den Ball – anders als der Schiedsrichter – im Dresdner Feld auf dem Boden gesehen hatte. Er forderte den Videobeweis und bekam recht, sehr zum Missfallen von Alexander Waibl, der die Szene anders beurteilte. Daraufhin forderte der DSC-Coach mehrfach mit erhobenen Armen das Publikum auf, sein Team mehr zu unterstützen. Die emotional aufgeheizte Atmosphäre machte den Stuttgarterinnen sichtlich zu schaffen. Aus einer 14:11-Führung wurde ein 16:19-Rückstand, der Satz war weg. Und das Auf und Ab ging weiter.

Die Gäste führten zwar auch zu Beginn der Sätze drei und vier, doch die Dresdnerinnen kämpften sich immer wieder zurück. Während beim MTV die Annahme der Schwachpunkt war, überzeugten beim Vierten der Hauptrunde neben der herausragenden Diagonalangreiferin Marta Levinska vor allem die jungen Teresa Ziegenbalg (19/Außenangriff) und Mette Pfeffer (20/Mittelblock). Am Ende wurde das Duell dann zum Nervenspiel.

Entscheidung im Tie-Break

Den dritten Satz holten sich die Dresdnerinnen knapp, den vierten Durchgang die Stuttgarterinnen mit einem Netzroller voin Mikala Mogensen. Die Entscheidung musste wieder im Tie-Break fallen. Nach vier Punkten in Serie zum 11:7 lagen alle Vorteile beim DSC, doch die Gäste gaben nicht auf und waren beim 13:13 wieder voll im Spiel. Anschließend aber machten die Dresdnerinnen durch Marta Levinska und einen Block gegen Pauline Martin die letzten zwei Punkte. Damit war das Aus von Allianz MTV Stuttgart besiegelt.

Der Gegner des Dresdner SC im Finale ist Pokalsieger VfB Suhl, der sich mit 2:0 Siegen gegen den SSC Schwerin durchsetzte. Die erste Partie der Endspielserie findet am 15. April statt.

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Erstellt:
8. April 2026, 21:52 Uhr

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