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Der Wiedereinstieg nach der Zwangspause

Mit der TSG Backnang und dem SSV Reutlingen treffen morgen zwei Fußball-Oberligisten direkt aufeinander, die wegen Coronafällen kurzzeitig zum Nichtstun verurteilt waren. Coach Mario Marinic freut sich auf ein tolles Spiel und die Rückkehr des zuletzt verletzten Jannik Dannhäußers.

Jannik Dannhäußer hat sich nach seiner Verletzung rechtzeitig vor dem Spiel in Reutlingen wieder einsatzfähig gemeldet. Foto: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Jannik Dannhäußer hat sich nach seiner Verletzung rechtzeitig vor dem Spiel in Reutlingen wieder einsatzfähig gemeldet. Foto: T. Sellmaier

Von Uwe Flegel

„Ich war bekanntlich schon vor der Saison skeptisch, ob das mit den 38 Spieltagen klappt.“ So zufrieden Spielertrainer Mario Marinic gerade mit seinen Fußballern ist, so unzufrieden stimmt den 37-Jährigen die Gesamtsituation der Oberliga, da immer mehr Vereine von Corona betroffen sind (siehe Infobox). Mit dem SSV Reutlingen und der TSG Backnang treffen nun am Freitag ab 19.30 Uhr im Stadion an der Kreuzeiche zwei Klubs direkt aufeinander, die eine Zwangspause gerade erst hinter sich haben.

Heute feiert Backnangs Torjäger und Coach in Personalunion Geburtstag. Und er ist gottfroh, dass er den nicht in Quarantäne verbringen muss. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, sagt er dazu, dass es in seiner Mannschaft bei zwei Coronafällen geblieben ist und der Rest des Teams sich nicht infiziert hat. „Die Gesundheit ist das Wichtigste“, steht für den Trainer fest. Deshalb freut er sich, dass beide erkrankten TSG-Akteure auf dem Weg der Besserung sind. Als „leicht bis mittelschwer“ bezeichnet er die Symptome, mit denen die Spieler zu kämpfen hatten.

Während das Duo allerdings weiterhin in Quarantäne steckt, stand der Rest der Backnanger Mannschaft am Montag bereits wieder auf dem Sportplatz. „Bei uns fiel somit nur ein Training und das Freiberg-Spiel aus“, erzählt Mario Marinic und fügt mit Blick auf den morgigen Gegner hinzu: „Was soll da Reutlingen sagen.“ Dort sollen es acht Kicker gewesen sein, die eineinhalb Wochen nicht am Training teilnehmen durften. Wegen Corona wurde bei dem Ex-Zweitligisten vom Fuße der Achalm auch nicht nur eine Partie, sondern gleich drei Begegnung abgesagt. Der morgige Vergleich mit der TSG ist für den SSV eine Art kleiner Wiedereinstieg in die Saison. Auch deshalb sagt Mario Marinic: „Ich weiß nicht so genau, was da auf uns zukommt.“ Abzuwarten bleibt auf jeden Fall, inwieweit die Startelf der Gastgeber eine Ähnlichkeit mit dem Team hat, das im bislang letzten Reutlinger Spiel den favorisierten Stuttgarter Kickers immerhin ein 0:0 abrang. Einer der damals rund 3500 Zuschauern war Mario Marinic, der den Kontrahenten als „sehr disziplinierte Mannschaft, die aus einer guten Ordnung heraus agiert“ bezeichnet.

Die Prädikate sehr gut und stark verteilt Backnangs Trainer allerdings auch, wenn er über seine Mannschaft spricht. Nicht nur weil die Etzwiesenelf vier der bisherigen fünf Begegnungen gewonnen hat und damit Tabellendritter ist. Auch da sein Team beim verdienten 3:1-Erfolg vor gut einer Woche beim FC Astoria Walldorf II eine sehr ordentliche Vorstellung und eine klasse Reaktion aufs 1:3 gegen die Kickers zeigte. Da habe viel gepasst, urteilt der Coach und wird deshalb in Reutlingen weitestgehend auf die gleiche Anfangsformation bauen. Es heißt doch „never change a winning team“, erzählt Marinic schmunzelnd und sagt, dass es höchstens kleine Korrekturen geben könnte. Möglich ist das, da ihm fast das gleiche Aufgebot wie in Walldorf zur Verfügung steht. Zudem kehrt Linksverteidiger Jannik Dannhäußer in den Kader zurück, der zuletzt mit muskulären Problemen pausieren hatte müssen, der am Montag aber wieder das Training aufgenommen hat.

Marinic ist froh, dass er für die beiden eher dünn besetzten Außenverteidigerposten nun wieder eine Alternative mehr hat. Richtige Vorfreude verspürt er gar, wenn er an die morgige Partie denkt. „Ein Flutlichtspiel, ein tolles Stadion und ein Kontrahent, gegen den’s immer enge Duelle gab“, ist dem Routinier seine große Motivation förmlich anzuhören. Die kommt allerdings vielleicht auch ein wenig davon, weil sein Verein die Coronaprobleme in diesem Fall recht gut überstanden hat. Wobei das nicht ganz so einfach war, wie Backnangs erfahrener Angreifer erzählt: „Die Anspannung bei uns mit der Absage, den vielen Tests und dem ganzen Drumherum war schon recht groß.“ Völlig überraschend kam das Ganze zumindest für ihn jedoch nicht. „Mir war immer klar, dass diese Saison nicht reibungslos verläuft, und ich habe auch damit gerechnet, dass es uns ebenfalls erwischt.“ Es sei einfach eine außergewöhnliche Runde. Eine, über die er sagt: „Ich bin gespannt, ob wir am Ende des Tages die 38 Spieltage auch wirklich durchbekommen.“

TSG-Duell mit Freiberg neu terminiert

Nachholspiel Das wegen der beiden Backnanger Coronafälle ausgefallene Topduell der TSG gegen den großen Titelfavoriten SGV Freiberg ist endgültig neu angesetzt. Dabei ist es beim ursprünglich geplanten Termin, dem Mittwoch, 22. September, geblieben. Anpfiff gegen die Elf ihres Ex-Trainers Evangelos Sbonias im Etzwiesenstadion ist bereits um 17.15 Uhr.

Spielausfälle Wegen eines Verdachts auf Corona oder bestätigter Fälle gibt es in der Oberliga drei weitere Absagen. Davon betroffen sind die Partien SV Stuttgarter Kickers gegen Linx und Lörrach-Brombach gegen Pforzheim an diesem Samstag sowie das Spiel Rielasingen-Arlen gegen Stuttgarter Kickers am nächsten Mittwoch.

Mitfahrgelegenheit Die TSG setzt fürs Spiel in Reutlingen einen Fanbus ein. Abfahrt ist am Freitag um 16 Uhr in den Etzwiesen. Anmeldungen und weitere Informationen gibt’s bei Rolf Wörner unter Telefon 0151/19030656.

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Erstellt:
9. September 2021, 11:30 Uhr

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