Handball-Bundesliga
Dreimal Rot – TVB verkauft sich teuer, verliert aber bei den Füchsen
Mit viel Leidenschaft versucht der TVB Stuttgart bei den Füchsen Berlin drei Roten Karten zu kompensieren – am Ende setzt es beim deutschen Meister aber ein 32:37.
© IMAGO/Nordphoto
TVB-Neuzugang Marco Mengon sieht eine von drei Roten Karten für die Stuttgarter Handballer in Berlin.
Von Jürgen Frey
Was für ein verrücktes Handball-Bundesligaspiel: Der TVB Stuttgart kassiert bei den Füchsen Berlin drei Rote Karten, lässt beim deutschen Meister dennoch nicht locker, verliert nach großem Kampf aber mit 32:37 (16:13). „Zu viele technische Fehler in bestimmten Phasen haben uns die Chance auf Punkte gekostet“, sagte TVB-Trainer Misha Kaufmann. „Die vielen Ausfälle haben wir mit Herz und Leidenschaft versucht zu kompensieren. Das stimmt mich positiv und macht mich stolz.“
Der TVB hatte auf die Schweizer Lenny Rubin (im Training umgeknickt) und Samuel Röthlisberger (Adduktorenprobleme) verzichten müssen. Dann sahen vor 9000 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle auch noch Max Häfner (13.) und Neuzugang Marco Mengon (27.) nach Fouls an den Nationalspielern Nils Lichtlein und Matthes Langhoff die Rote Karte. „Da hätten es auch Zeitstrafen getan“, kritisierte Geschäftsführer Jürgen Schweikardt die harte Entscheidung der Schiedsrichter. Selbst schuld war der TVB allerdings, dass er die 16:13-Halbzeitführung innerhalb von sechs Minuten nach der Pause herschenkte und mit 17:19 in Rückstand geriet.
Den dritten Feldverweis gab es kurz danach für den Spanier Antonio Serradilla (39.), der nach seiner zweiten Zeitstrafe den Videobeweis forderte und Rot sah. Der TVB stand damit ohne Innenblock da. Dennoch befand man sich bis zum Stand von 29:27 auf Tuchfühlung. Auch weil der 19-jährige Max Heydecke bei sechs Versuchen vom Kreis sechsmal traf. Mehr TVB-Tore warfen nur Simone Mengon (7) und Kai Häfner (7/3).
„Wir waren weit weg von der Leistung, die wir haben wollen. Aber Stuttgart hat 60 Minuten auch sehr gut gekämpft“, lobte Berlins Welthandballer Mathias Gidsel. Nächsten Sonntag (16.30 Uhr/Porsche-Arena) will der TVB gegen die TSV Hannover-Burgdorf auch wieder punkten.
Aufstellungen
Füchse Berlin: Ludwig, Milosavljev (11/1 Paraden); Darj 3 Tore, Prantner, Andersson 8, Arino, Gröndahl, Lichtlein 5, Gidsel 7, Freihöfer 8/2, Cehte, Langhoff 2, Herburger, av Teigum 4, Marsenic.
TVB Stuttgart: Kornecki, Vujovic (9 P.); Max Häfner, Serradilla 1, Lien, Snajder, Simone Mengon 7, Schmid 1, Heydecke 6, Matzken 4, Zieker 2, Marco Mengon 2, Kai Häfner 7/3, Nigg 2.
Saison 2025/26
ErgebnisseTVB – HSV Hamburg 33:36, SG Flensburg-Handewitt – TVB 29:29, TVB – Bergischer HC 35:28, SC Magdeburg – TVB 32:23, TVB – Frisch Auf Göppingen 28:28, VfL Gummersbach – TVB 33:26, TV Emsdetten – TVB (30:35/DHB-Pokal zweite Runde), TVB – MT Melsungen 29:31, TBV Lemgo Lippe – TVB 32:30, TVB – Füchse Berlin 30:36, Rhein-Neckar Löwen – TVB 38:34, TVB – SG Flensburg-Handewitt (29:36/DHB-Pokal-Achtelfinale), ThSV Eisenach – TVB 28:24, TVB – GWD Minden 35:26, HC Erlangen – TVB 24:24, TVB – HSG Wetzlar 30:27, TVB – SC DHfK Leipzig 33:32, THW Kiel – TVB 33:32, TSV Hannover-Burgdorf – TVB 28:22, TVB – VfL Gummersbach 22:28, MT Melsungen – TVB 33:28, TVB – ThSV Eisenach 33:31, Füchse Berlin – TVB 37:32.
TermineTVB – TSV Hannover-Burgdorf (22. Februar, 16.30 Uhr), GWD Minden – TVB (1. März, 15 Uhr), TVB – THW Kiel (5. März, 19 Uhr), SC DHfK Leipzig – TVB (15. März, 16.30 Uhr), TVB – TBV Lemgo Lippe (29. März, 16.30 Uhr), HSG Wetzlar – TVB (2. April, 19 Uhr), Bergischer HC – TVB (12. April, 16.30 Uhr), TVB – SC Magdeburg (26. April, 16.30 Uhr), HSV Hamburg – TVB (3. Mai, 15 Uhr), TVB – Rhein-Neckar Löwen (7. Mai, 19 Uhr), TVB – SG Flensburg-Handewitt (24. Mai., 16.30 Uhr), Frisch Auf Göppingen – TVB (3. Juni, 19 Uhr), TVB – HC Erlangen (7. Juni, 15 Uhr). (jüf)
