Spielball der Unsicherheit

DroneShield-Aktie sackt um 9 Prozent ab - Die Hintergründe

Die DroneShield-Aktie hat in den letzten Tagen die Gewinne des Wochenbeginns verloren. Trotz zuletzt auch positiver Nachrichten bleibt das Vertrauen der Anleger angeschlagen.

Die DroneShield-Aktie verliert erneut an Wert und fällt um 9 %. Erfahren Sie, welche Herausforderungen das Unternehmen belasten und warum das Vertrauen der Anleger weiterhin angeschlagen ist.

© Droneshield

Die DroneShield-Aktie verliert erneut an Wert und fällt um 9 %. Erfahren Sie, welche Herausforderungen das Unternehmen belasten und warum das Vertrauen der Anleger weiterhin angeschlagen ist.

Von Matthias Kemter

Nach einer kurzen Erholungsphase zum Beginn der Handelswoche ist die DroneShield-Aktie seit gestern wieder auf Talfahrt. Der Kurs fiel heute am Morgen um über 9 % und notiert aktuell bei 1,09 Euro. Bereits gestern sank der Kurs um über 6 %. Die Gründe für diesen Rückgang zeigen, dass das Unternehmen weiterhin mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen hat.

Hohe Volatilität schreckt langfristige Anleger ab

Nach starken Verlusten im Oktober und November durch eine Reihe von Nachrichten, die den Kurs drückten, erholte sich das Papier in dieser Woche zunächst etwas. Grund war ein Militärauftrag aus Europa für über 5,2 Millionen US-Dollar und die Bekanntgabe des Managements einer anstehenden Governance-Überprüfung, um das Vertrauen der Investoren zu stärken. Als Folge stieg der Aktienkurs zweistellig. Trotz der wachsenden Nachfrage nach Drohnenabwehrsystemen bleibt die Aktie ein Spielball der Unsicherheit. Fast wöchentlich "korrigiert" sich das Papier nahezu zweistellig. Die hohe Volatilität ist mittlerweile zum Grundrauschen geworden. Der Markt reagiert sensibel auf jede Nachricht und das zieht vor allem kurzfristig orientierte Trader an und schreckt langfristige Anleger ab.

Vertrauenskrise durch Insider-Verkäufe

Ein zentraler Grund für den Kursrückgang der letzten Wochen ist das Misstrauen der Anleger, durch den Verkauf großer Aktienpakete von führenden Unternehmensvertretern. CEO Oleg Vornik und andere Führungskräfte trennten sich von Anteilen im Gesamtwert von 67 Millionen AUD. Dieser Schritt wurde von vielen Investoren als Zeichen mangelnden Vertrauens in die Zukunft des eigenen Unternehmens gewertet.

Rücktritt des US-Chefs sorgt für Unsicherheit

Zusätzlich belastet der überraschende Rücktritt des langjährigen US-Chefs Matt McCrann die Aktie. McCrann war eine Schlüsselfigur in der strategischen Expansion des Unternehmens in den USA, einem der wichtigsten Märkte für DroneShield. Sein Abgang wirft Fragen zur Stabilität und Kontinuität in der Unternehmensführung auf.

Kommunikationspannen erschüttern das Vertrauen

Ein weiterer Rückschlag war ein Kommunikationsfehler des Unternehmens. Ein als „neuer“ US-Vertrag angekündigter Auftrag stellte sich als bereits bekannte Bestellung heraus. Diese Fehlinformation beschädigte das Vertrauen der Anleger zusätzlich. Zwar hat das Management eine unabhängige Überprüfung der Unternehmensführung angekündigt, doch Analysten sehen weiterhin erheblichen Handlungsbedarf.

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Erstellt:
27. November 2025, 10:48 Uhr

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