Nach „rehbraune Augen“-Video

„Partner auf Augenhöhe“ – Ehefrau verteidigt Manuel Hagel

Nach heftiger Kritik an einem Video über „rehbraune Augen“ bekommt CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel Rückendeckung von Zuhause. Was seine Ehefrau zu dem Video sagt.

Nach dem viel kritisierten Video von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel springt ihm seine Ehefrau bei (Archivbild).

© Lichtgut/Julian Rettig

Nach dem viel kritisierten Video von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel springt ihm seine Ehefrau bei (Archivbild).

Von red/dpa/lsw

Nach dem viel kritisierten Video, in dem CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel über die „rehbraunen Augen“ eines Mädchens schwärmt, springt ihm seine Ehefrau bei. „Ich würde meinen Mann sofort wieder heiraten“, sagte Franziska Hagel dem Magazin „Bunte“. Ihr Ehemann sei ein Partner „auf Augenhöhe“.

Vergangene Woche hatte eine grüne Bundestagsabgeordnete einen acht Jahre alten Clip gepostet, der Hagel bei einem Interview zeigt. Hagel, damals 29 Jahre alt und Landtagsabgeordneter, berichtet darin von einem Schulbesuch. In der Klasse hätten 80 Prozent Mädchen gesessen. „Also da gibt’s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen“, sagt Hagel. Dann geht er auf eine Schülerin ein: „Ich werd’s nie vergessen, die erste Frage, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“ Der Clip sorgt für heftige Kritik.

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Ehefrau: Aussagen passen nicht zu ihm

„Dass dieser Satz mal solche Wellen schlägt, hätte ich, ganz ehrlich gesagt, nicht gedacht. Ich fand ihn aber einfach nicht gut. Das hat irgendwie gar nicht zu ihm gepasst“, sagte Franziska Hagel. Ihr Ehemann rede oft sehr launig, wenn er politische Sachverhalte entlang von Menschen erkläre, die er getroffen habe.

Was sie überrascht habe, sei nicht die Debatte gewesen, sondern wie viele Menschen sich gemeldet und gesagt hätten: „Das ist nicht der Mensch, den wir kennen und erleben.“ Hagel selbst hatte eingeräumt, dass der Einstieg in das Interview „Mist“ gewesen sei.

CDU vermutet Schmutzkampagne

In CDU-Kreisen wird bereits seit Tagen gemutmaßt, dass hinter der Veröffentlichung eine abgestimmte Aktion bei den Grünen steckt. Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hatte dazu gesagt, dass seine Partei nichts veröffentlicht habe, sondern „eine Abgeordnete hat was veröffentlicht, was im Netz frei zugänglich ist“. Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) betonte, dass es sich nicht um eine konzertierte Aktion der Grünen gehandelt habe.

Auch Vize-Regierungschef Thomas Strobl (CDU) kritisierte die Grünen für ihre Wahlkampfführung. „Das ist eine Kampagne wirklich aus der untersten Schublade“, sagte er am Dienstag in Stuttgart. Die Grünen könnten nicht so tun, als hätten sie damit gar nichts zu tun. Sie trügen Verantwortung für die Kampagne vor der Landtagswahl am 8. März.  

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Erstellt:
4. März 2026, 10:22 Uhr
Aktualisiert:
4. März 2026, 11:09 Uhr

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