Mercedes-Standort Sindelfingen

Ergun Lümali als Mercedes-Betriebsratschef wiedergewählt

Seit 2014 ist Ergun Lümali Betriebsratsvorsitzender bei Mercedes-Benz in Sindelfingen. Nun wurde er erneut wiedergewählt – mit einem Stimmenanteil von fast 95 Prozent.

Ergun Lümali ist neben seiner Funktion in Sindelfingen auch Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Mercedes-Benz.

© Mercedes-Benz Group AG

Ergun Lümali ist neben seiner Funktion in Sindelfingen auch Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Mercedes-Benz.

Von Rouven Spindler

Anfang März hatten die Mitarbeiter am Mercedes-Benz-Standort Sindelfingen über ihren neuen Betriebsrat abgestimmt. An diesem Donnerstag hat sich dieser nun konstituiert und seinen Vorsitzenden gewählt. Das Gremium bestätigte dabei Ergun Lümali mit einer großen Mehrheit in seinem Amt. Wie der lokale Betriebsrat des Stuttgarter Autoherstellers mitteilte, entfielen auf ihn 94,74 Prozent der Stimmen.

Sein Stellvertreter Stefan Heinzl wurde einstimmig wiedergewählt. Lümali selbst, der auch Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Mercedes ist, hat seine Funktion in Sindelfingen seit 2014 inne. „Ich freue mich sehr über das große Vertrauen der Belegschaft und die Bestätigung als Betriebsratsvorsitzender“, wird er in der Pressemitteilung zitiert.

IG Metall klar stärkste Kraft bei Mercedes in Sindelfingen

Die IG Metall, deren Listenführer Lümali in Sindelfingen ist, sicherte sich bei der zurückliegenden Betriebsratswahl 48 von 57 Sitzen (2022: 48 von 59) und erreichte mit einem Wert von 80,39 Prozent einen höheren Stimmanteil als vor vier Jahren (79,8). Auf Platz zwei aller Listen landete Zentrum, ein der AfD nahe stehender Verein. Dieser steigerte sich auf 6,1 Prozent der Stimmen (2022: 3,9) und ist nun mit drei statt wie bislang mit zwei Vertretern im Gremium.

„Dass die IG Metall erneut mit Abstand stärkste Kraft geworden ist, macht mich stolz und dankbar“, so Lümali weiter. „Gleichzeitig ist klar: Als Betriebsrat stehen wir für alle Beschäftigten an unserem Standort.“

Die hohe Wahlbeteiligung – sie lag bei 61,4 Prozent – und das klare Ergebnis würden Rückenwind für die kommenden Aufgaben geben. „Denn die Herausforderungen für die Automobilindustrie und den Standort Sindelfingen sind groß – die Branche ist in Bewegung und stellt die Weichen neu. Umso wichtiger ist ein starker Betriebsrat, der sich mit ganzer Kraft für sichere Arbeitsplätze, gute Arbeit und die Zukunft des Standorts einsetzt“, ergänzt Lümali.

Der Standort Sindelfingen stehe wie kaum ein anderer für die Stärke der deutschen Automobilindustrie und für ihren Wandel. Ihn „erfolgreich durch diese Transformation zu führen und gleichzeitig Arbeitsplätze zu sichern, ist das Ergebnis konsequenter Arbeit von Betriebsrat und IG Metall gemeinsam mit der Belegschaft“, so der Vorsitzende. Der Auftrag sei klar: „Mercedes-Benz und seine Standorte müssen auch künftig für Innovation, Beschäftigung und industrielle Stärke stehen – mit Sindelfingen als einem zentralen Pfeiler.“

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Erstellt:
19. März 2026, 15:14 Uhr
Aktualisiert:
19. März 2026, 15:43 Uhr

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