Allianz MTV Stuttgart
Erste Saisonniederlage für Stuttgarts Volleyballerinnen – in der Türkei
Die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart unterliegen im Achtelfinal-Hinspiel des CEV-Pokals bei THY Istanbul mit 2:3 – vor einer gespenstischen Kulisse.
© Baumann/Hansjürgen Britsch
Trotz starker Moral verlieren die Stuttgarterinnen in der Türkei – Coach Konstantin Bitter ist dennoch zufrieden.
Von Henning Maak
Auf internationalem Parkett hat Allianz MTV Stuttgart die erste Niederlage in dieser Saison hinnehmen müssen. Der Tabellenführer der Volleyball-Bundesliga unterlag im Achtelfinal-Hinspiel des CEV-Pokals bei THY Istanbul nach zweistündiger Spielzeit mit 2:3 (20:25, 21:25, 27:25, 25:19, 9:15). Konstantin Bitter nahm dennoch zwei positive Aspekte aus der Partie mit: „Wir haben einen Punkt gewonnen und wieder einmal gezeigt, dass wir kämpfen und Widerstände überwinden können“, sagte der Cheftrainer.
Große Probleme zu Beginn
In den ersten beiden Sätzen hatten die Stuttgarterinnen Probleme, in die Partie zu finden. Zu einem großen Teil hatte das auch mit der Geisteratmosphäre in der Istanbuler Halle zu tun: Keine 300 Zuschauer verloren sich in dem 7000 Besucher fassenden Komplex. In beiden Durchgängen lag Allianz MTV Mitte des Satzes bereits mit sechs Zählern zurück und konnte die Rückstände bis zum Ende nicht entscheidend verkürzen. „Wir hatten große Probleme mit der Annahme und haben unsere Angriffe zu selten durchgebracht“, sagte Bitter.
Im dritten Durchgang gelang es den Gästen, erstmals in Führung zu gehen. THY Istanbul glich zwar beim 12:12 wieder aus und hatte beim 24:22 zwei Matchbälle. Doch die Stuttgarterinnen stemmten sich mit großem Kampfgeist gegen den Satzverlust und nutzten ihren zweiten Satzball zum Gewinn des Durchgangs. „Da haben wir unseren Rhythmus gefunden und unsere spielerische Qualität gezeigt“, so Bitter. Noch klarer dominierte Allianz MTV den vierten Durchgang: Aus einem 7:9 machte Stuttgart erst ein 12:9 und zog dann mit einer Aufschlagserie von Pia Kästner vorentscheidend auf 19:11 davon.
Chancenlos im Tie-Break
Im Tie-Break fand THY Istanbul dann aber zu alter Stärke zurück, Allianz MTV unterliefen ein paar Fehler zu viel, so dass am Ende trotz 21 Punkten von Lydia Grote eine 2:3-Niederlage stand. „Mit einer vollen Halle im Rücken können wir das zu Hause umbiegen, wenn wir an unsere Grenzen gehen“, zeigte sich Bitter dennoch optimistisch für das Rückspiel am 14. Januar.
