Umstrittenes Gesetz

Geburtstagstorte mit Henkersschlinge für Israels Minister

Das Ende März verabschiedete Gesetz zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen ist kritisiert worden, weil es de facto nur Palästinenser betrifft. Ein Initiator feiert es nun auf morbide Weise.

Israels rechtsextremer Polizeiminister Itamar Ben-Gvir feiert im Parlament die Verabschiedung des umstrittenen Gesetzes zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen. (Archivbild)

© Itay Cohen/AP/dpa

Israels rechtsextremer Polizeiminister Itamar Ben-Gvir feiert im Parlament die Verabschiedung des umstrittenen Gesetzes zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen. (Archivbild)

Von dpa

Tel Aviv - Der rechtsextreme israelische Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hat seinen 50. Geburtstag mit einer Torte gefeiert, die mit einer goldenen Henkersschlinge verziert war. "Manchmal gehen Träume in Erfüllung", stand darunter, eingerahmt von Sahne-Rosetten. Das Werk sei ihm am Samstagabend von seiner Frau Ayala übergeben worden, berichtete die "Jerusalem Post". Mitglieder der Opposition hätten die Teilnahme ranghoher Polizeivertreter bei der Feier kritisiert, hieß es weiter. 

Der makabre Glückwunsch auf dem Kuchen bezieht sich auf die Verabschiedung eines umstrittenen Gesetzes im israelischen Parlament zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen Ende März. Das Gesetz wurde von Kritikern als rassistisch bezeichnet, da es nach ihrer Einschätzung de facto nur Palästinenser betrifft. Menschenrechtsorganisationen haben gegen die Regelung Petitionen beim höchsten Gericht eingereicht. Deswegen gilt seine Umsetzung noch als ungewiss.

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Erstellt:
3. Mai 2026, 13:34 Uhr

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