Brand in Reutlingen

Gezielter Anschlag wahrscheinlich – Polizei und Staatsschutz suchen Zeugen

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Brand in dem Umspannwerk absichtlich gelegt wurde – die Folgen sind drastisch. Die Polizei bittet nun um Hilfe aus der Bevölkerung.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren – eine heiße Spur gibt es aber offenbar noch nicht.

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Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren – eine heiße Spur gibt es aber offenbar noch nicht.

Von Michael Bosch

Nach dem Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen in der Nacht auf Montag bitten die Ermittler nun ausdrücklich um Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach den bisherigen Ermittlungen gehen das Staatsschutzzentrum bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg davon aus, dass das Feuer im Umspannwerk „Reutlingen-West“ absichtlich gelegt wurde. In der Folge waren rund 40.000 Menschen ohne Strom.

Brandbeschleuniger auf Gelände gefunden

Nach derzeitigem Ermittlungsstand seien ein oder mehrere bislang noch unbekannte Täter auf das Gelände des Umspannwerks eingedrungen, um dort an mehreren Stellen Brände zu legen. Hierbei soll Brandbeschleuniger verwendet worden sein, heißt es in einer Mitteilung. Eine heiße Spur gibt es aber offenbar noch nicht.

LKA bittet Bevölkerung um Hinweise

Deshalb bittet das Landeskriminalamt die Bevölkerung um Mithilfe und Hinweise, wenn Angaben zu folgenden Fragen gemacht werden können:

Wer hat in der Nacht von Sonntag (7. Juni 2026) auf Montag (8. Juni 2026) im Bereich des „Umspannwerkes Reutlingen-West“ (Markwiesenstraße) in Reutlingen, im oder um das Industriegebiet Reutlingen-Betzingen („Mark West“) sowie dem angrenzenden Waldgebiet, verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet?

Hinweise nimmt das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 0711/ 54013360 und per E-Mail unter stuttgart.lka.eg-fischer.hinweise@polizei.bwl.de entgegen. Personen, die Videos oder Bilder gemacht haben, können diese auf dem Hinweiseportal der Polizei hochladen (https://bw.hinweisportal.de).

Das Staatsschutzzentrum der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart misst dem Verfahren herausgehobene Bedeutung bei, heißt es weiter in der Mitteilung. Im Staatsschutzzentrum sind sechs Oberstaatsanwältinnen und Oberstaatsanwälte sowie ein Leitender Oberstaatsanwalt tätig. Es arbeitet eng mit dem Staatsschutz- und Anti-Terrorismuszentrum (SAT BW) beim Landeskriminalamt zusammen, das die polizeilichen Ermittlungen übernommen hat.

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Erstellt:
10. Juni 2026, 10:40 Uhr
Aktualisiert:
10. Juni 2026, 11:02 Uhr

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