Auch in Baden-Württemberg

Großeinsatz gegen illegale Prostitution – drei Haftbefehle

Neun Durchsuchungen in drei Bundesländern führten zu drei Haftbefehlen wegen illegaler Prostitution. In NRW, Hessen und Baden-Württemberg waren 172 Bundespolizisten im Einsatz.

In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg sind neun Objekte wegen illegaler Prostitution und unerlaubten Aufenthalts durchsucht worden (Symbolfoto).

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In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg sind neun Objekte wegen illegaler Prostitution und unerlaubten Aufenthalts durchsucht worden (Symbolfoto).

Von red/dpa

In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg sind neun Objekte wegen illegaler Prostitution und unerlaubten Aufenthalts durchsucht und dabei drei Haftbefehle vollstreckt worden. 172 Bundespolizisten und ein Bargeldspürhund hätten dabei zwei Objekte in Düsseldorf sowie jeweils eines in Aachen, Bünde, Bad Honnef, Mülheim an der Ruhr, Hünfelden, Buseck und Gernsbach durchsucht, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft Aachen mit.

„Die drei festgenommenen Beschuldigten wurden am heutigen Mittag einem Haftrichter des Amtsgerichts Aachen und des Amtsgerichts Herford vorgeführt, welche die Untersuchungshaft gegen diese anordneten“, heißt es in der Mitteilung. Bereits seit Februar 2025 werde unter anderem wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern ermittelt.

Was wird den Beschuldigten vorgeworfen?

Den Beschuldigten, zwei Deutsche und zwei Chinesen zwischen 29 und 47 Jahren, wird vorgeworfen, zahlreichen chinesischen Staatsangehörigen ohne erforderlichen Aufenthaltstitel Prostitution ermöglicht zu haben.

„Die Beschuldigten sollen dafür unter anderem Räume zur Verfügung gestellt und entsprechende Anzeigen auf Erotikplattformen geschaltet haben. Bei dem zweiten männlichen Tatverdächtigen handelt es sich um einen Vermieter, der über einen längeren Zeitraum Wohneigentum zur Verfügung gestellt hat“, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Es wurden drei Fahrzeuge sowie Mobiltelefone, Computer und weitere Speichermedien sichergestellt. Zudem wurden der Staatsanwaltschaft zufolge fünf chinesische Frauen ohne gültigen Aufenthaltstitel bei den Durchsuchungen angetroffen, gegen eine davon bestand ein offener Vollstreckungshaftbefehl. Durch Zahlung einer Strafe konnte diese abgewendet werden. Nun seien Ausländerbehörden für die fünf Personen zuständig.

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Erstellt:
10. März 2026, 17:00 Uhr

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