Lebensgefahr auf dem Bodensee
Gruppe mit Kindern treibt auf Paddelbooten 800 Meter vom Ufer entfernt
Mehrere Kinder, die nicht schwimmen können, sind am Freitag auf dem Bodensee gepaddelt – viel zu weit weg vom Ufer. Die Polizei griff ein.
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Die Polizei zog das Paddelboot mit den Kindern an Land (Symbolbild).
Von Michael Bosch
Bei bestem Sommerwetter einfach mal auf den Bodensee paddeln: Mit dieser Idee haben Erwachsene mehrere Kinder am Freitag in Lebensgefahr gebracht. Das Problem dabei: keins der Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren konnte schwimmen.
Wie die Polizei mitteilt, waren die drei Erwachsenen am Nachmittag auf zwei Schlauchbooten bei Langenargen auf den See gepaddelt. Als sich die Boote etwa 800 Meter vom Ufer entfernt hatten, alarmierte ein besorgter Zeuge die Wasserschutzpolizei.
„Mit viel Glück wurde niemand verletzt“
Als die Beamten die Gruppe erreichte, stellte sich heraus, dass sie keine Rettungswesen dabei hatte – obwohl die Kinder allesamt Nichtschwimmer waren. Das erste Schlauchboot und die Kinder wurden mit dem Polizeiboot an Land verbracht. Das zweite Schlauchboot wurde von den erwachsenen Insassen selbst zurück gerudert. „Mit viel Glück wurde niemand verletzt“, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung.
Die Wasserschutzpolizei am Bodensee weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass auch auf Schlauchbooten, die sich mehr als 300 Meter vom Ufer entfernen, „ein Rettungsmittel, welches den Vorschriften entspricht, mitgeführt werden muss“. Nichtschwimmer sollten auf solchen Booten im Grund ständig eine Schwimmweste tragen.
