Frankreich/USA

Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff Hondius: Weitere Menschen positiv getestet

Eine nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ausgeflogene Französin ist positiv getestet worden. Unter US-Amerikanern gibt es zwei Fälle.

Evakuierungsaktion auf Teneriffa.

© AFP/TOBY SHEPHEARD

Evakuierungsaktion auf Teneriffa.

Von Michael Maier/AFP

Eine nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" ausgeflogene Französin ist nach Angaben der Regierung in Paris positiv auf den Erreger getestet worden. Ihr Zustand habe sich in der Nacht verschlechtert und die Tests hätten ein positives Ergebnis gezeigt, sagte die französische Gesundheitsministerin Stéphanie Rist am Montag dem Radiosender France Inter. Die erkrankte Frau war nach ihrer Ankunft in Paris gemeinsam mit vier anderen Passagieren isoliert worden. Auch in Baden-Württemberg wird eine Hantavirus-Kontaktperson vom Kreuzfahrtschiff Hondius unter Quarantäne gestellt.

Zuvor war bereits ein US-Passagier auf dem Rückflug in die USA positiv auf das Virus getestet worden. Eine weitere Person aus den USA soll laut Medienberichten inzwischen unter Symptomen leiden.

Hantavirus-Evakuierungsflüge via Teneriffa

Am Sonntag hatten evakuierte Passagiere und Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs von der Kanareninsel Teneriffa aus mit Sondermaschinen die Heimreise angetreten. Vor Verlassen des Schiffs waren nach Angaben der spanischen Gesundheitsministerin Mónica García alle Passagiere und Besatzungsmitglieder noch einmal untersucht und zunächst für symptomfrei befunden worden.

Am Montag sollte das Kreuzfahrtschiff zunächst für die mehrtägige Weiterfahrt in die Niederlande betankt werden, wie der spanische Zivilschutz und die Hafenbehörden mitteilten. Am Nachmittag sollen die letzten verbliebenen Passagiere die "Hondius" verlassen können, bevor die Evakuierung mit einem Flug nach Australien abgeschlossen wird. Am frühen Abend soll das unter niederländischer Flagge fahrende Kreuzfahrtschiff von Teneriffa aus die mehrtägige Heimreise antreten.

94 Menschen von Kreuzfahrtschiff Hondius evakuiert

Nach spanischen Angaben wurden am ersten Tag der Evakuierungen insgesamt 94 Menschen mit 19 verschiedenen Nationalitäten ausgeflogen.

In den vergangenen Wochen waren drei Passagiere des Schiffs am Hantavirus gestorben, darunter eine Deutsche. Gegen das schwere Atemwegserkrankungen verursachende Virus gibt es keine Impfung und auch keine Behandlung. Allerdings gilt die Ansteckungsrate als relativ gering. Die Gefahr einer Pandemie soll laut Behörden nicht bestehen.

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Erstellt:
11. Mai 2026, 10:34 Uhr
Aktualisiert:
11. Mai 2026, 15:06 Uhr

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