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HC Oppenweiler/Backnang verteidigt die Tabellenführung

Super Start ins neue Handballjahr für den HC Oppenweiler/Backnang: Der Drittligist siegt in einem emotionsgeladenen Schlagerspiel gegen die SG Leutershausen mit 29:25. Die Murrtaler überzeugen durch eine starke Abwehrarbeit und nehmen Revanche für die Niederlage im Hinspiel.

Marc Godon (beim Wurf) hat im halblinken Rückraum nahezu durchgespielt und dabei sechs Tore erzielt. Foto: Alexander Becher

© Alexander Becher

Marc Godon (beim Wurf) hat im halblinken Rückraum nahezu durchgespielt und dabei sechs Tore erzielt. Foto: Alexander Becher

Von Alexander Hornauer

Kurz vor Weihnachten hatte der HC Oppenweiler/Backnang den ersten Platz in der Dritten Liga erobert. Aber die Konkurrenz lauert. Leutershausen hätte mit einem Sieg – nach Minuspunkten – vorbeiziehen können. Dementsprechend heiß ging es her, allerdings nie unfair. Die Schiedsrichter Paul Kijowsky und Lukas Strüder leiteten obendrein hervorragend. SG-Trainer Marc Nagel setzte zu Beginn auf das Prinzip Überraschung und ließ sein Team im Angriff in den ersten Minuten mit dem siebten Feldspieler agieren. Das brachte den Roten Teufeln von der Bergstraße, die in Schwarz antraten, zwei Führungen ein – 2:1 und 3:2. Allerdings stellte sich die HCOB-Abwehr schnell gut aufs Angriffsspiel der Gäste ein. Die Murrtaler gingen keinem Zweikampf aus dem Weg und gewannen viele davon.

Immer wieder geriet Leutershausen in Zeitspielnot. Der HCOB zwang die Gäste zu technischen Fehlern und übernahm die Kontrolle über die Partie. Schnelles Umschalten nach Ballgewinnen war ein geeignetes Mittel. Aus einem 2:3 machten die Hausherren ein 6:3. Nach 14 Minuten traf Marc Godon, der im halblinken Rückraum nahezu durchspielte, zum 8:4. Es war ein erstes Ausrufezeichen. In den Minuten darauf blieb es bei diesem Abstand.

Bei Leutershausen machte sich die Hereinnahme von Robin Haller bemerkbar. Der Ex-Bietigheimer erzielte die Treffer, die die Gäste brauchten, um im Spiel zu bleiben. Außerdem gehörten der SG die letzten beiden Minuten im ersten Durchgang. Erst versäumte der HCOB durch einen nachlässig vorgetragenen Konter eine Fünf-Tore-Führung, beim Seitenwechsel waren es nach zwei Toren vom Kreis (Philipp Ulrich) nur noch zwei Treffer Vorsprung – 17:15.

HC Oppenweiler/Backnang steigert sich nach der Pause in der Abwehr

Im zweiten Spielabschnitt nahm die kämpferische Komponente weiter zu. Der HCOB steigerte sich in der Abwehr nochmals und ließ in den ersten 15 Minuten nach Wiederanpfiff nur drei Gegentreffer zu. Eine starke Leistung gegen den mit sehr guten Rückraumspielern besetzten Traditionsverein, die aber zu selten in gute Wurfpositionen kamen. Torwart Jürgen Müller zeichnete sich bei ihren Wurfversuchen obendrein mit mehreren Paraden aus. Die Akteure von Trainer Volker Blumenschein nutzten die geringe Gegentoranzahl, um erneut davonzuziehen. Linksaußen Martin Schmiedt schloss einen Konter treffsicher ab. Marc Godon traf per Kempatrick. Dann besorgte Alexander Schmid vom Kreis das 23:18. Nach drei Vierteln des Spieles deutete schon einiges auf einen Heimsieg hin.

Allerdings gab sich Leutershausen zu keinem Zeitpunkt auf. Dreimal kam das Gästeteam auf drei Tore heran – und jedes Mal wäre genug Zeit gewesen, um die Partie zu drehen. Aber der HCOB hatte gute Antworten. Die Gastgeber spielten ihre Angriffe geduldig und oft erfolgreich zu Ende. So waren es ruckzuck wieder vier Tore Unterschied. Fortuna schlug sich auch auf die Seite der Murrtaler: Der zum Siebenmeter eingewechselte Torwart Stefan Koppmeier gewann das Duell mit Gianluca Pauli durch Unterstützung der Latte. Als Godon fünf Minuten vor dem Abpfiff auf 27:22 stellte, war die Messe gelesen. Für die Handballer in den grünen Trikots gab es stehende Ovationen. Mit dem Sieg im Heimspiel ist der wichtige erste Schritt in die entscheidende Phase der Saison erfolgreich gemacht.

Dementsprechen erfreut sagte HCOB-Trainer Volker Blumenschein: „Wir hatten heute eine sehr aufmerksame Deckung. Wir haben gut in die Tiefe gearbeitet und die Zweikämpfe gewonnen. Ich hatte oft das Gefühl, dass wir schon ein bisschen weiter weg sein könnten.“ Er schob nach: „In der zweiten Halbzeit war es ein Kampfspiel. Bei uns hat Timm Buck nur Siebenmeter geworfen, Philipp Maurer musste angeschlagen raus, dann kam die Rote Karte für Jakub Strýc, wir mussten heute auf viele Dinge reagieren.“ Blumenschein ergänzt: „Aber genau darauf haben wir in den vergangenen vier Wochen hingearbeitet, dass wir solche Situationen bewältigen, und vor allem Marc Godon hat heute ein fantastisches Spiel gemacht. So wollen wir weitermachen.“

Leutershausen-Coach Marc Nagel bilanzierte: „Ich komme sehr gerne hierher nach Oppenweiler, es sind immer tolle Spiele. Aber ich würde auch gerne mal wieder zwei Punkte mitnehmen. Heute war der Gegner dafür aber zu gut.“ Den guten Beginn seines Teams begründete er so: „Wir wollten zu Beginn mit dem siebten Feldspieler für eine Überraschung sorgen und waren auch gut im Spiel. Allerdings hatten wir zu viele technische Fehler. Die vier Tore Unterschied spiegeln das Spiel wider.“

HC Oppenweiler/Backnang: Müller, Koppmeier – Schliedermann (1), Gehrke, Buck (4/4), Schmid (4), Sigle (3), Dahlhaus (1), Schmiedt (3), Strýc (1), Frank (2), Maurer (2), Bühler, Rauh, Godon (6), Düren (2).

SG Leutershausen: Hübe, Ullrich – Schreiber, Ruf (n.e.), Meddeb (6), Stippel (1), Götz (2), Schmitt (1), Scholz, Haller (5), Bitz (5), Ulrich (3), Pauli (2/2).

Siebenmeter: 4/4:2/3 (Pauli wirft an die Latte). – Zeitstrafen: 8:6 Minuten (Düren/zweimal, Strýc/nach Disqualifikation, Dahlhaus – Schreiber, Meddeb, Stippel). – Disqualifikation: Strýc (49./Foul an Haller). – Schiedsrichter: Kijowsky/Strüder (Koblenz/Mainz). – Zuschauer: 650.

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Erstellt:
16. Januar 2023, 06:00 Uhr

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