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Der HC Oppenweiler/Backnang macht schon vor der Pause alles klar

Der Handball-Drittligist aus dem Murrtal besiegt Aufsteiger TVS 1907 Baden-Baden mit 40:32. Dabei liegt Oppenweiler/Backnang in der Halbzeit bereits mit 24:14 vorn. Nach dem Seitenwechsel schalten die Gastgeber vor allem in der Defensive in den Verwaltungsmodus.

War vom Gegner kaum in den Griff zu bekommen: Marc Godon (beim Wurf), der sechsmal ins Baden-Badener Tor traf. Foto: Alexander Becher

© Alexander Becher

War vom Gegner kaum in den Griff zu bekommen: Marc Godon (beim Wurf), der sechsmal ins Baden-Badener Tor traf. Foto: Alexander Becher

Von Alexander Hornauer

Die Drittliga-Handballer des HC Oppenweiler/Backnang haben beim 40:32-Heimsieg kurzen Prozess mit dem Aufsteiger TVS 1907 Baden-Baden gemacht. Sie drückten in der ersten Halbzeit dermaßen aufs Tempo, dass es beim Seitenwechsel 24:14 stand, es waren 30 nahezu perfekte Minuten. Die Frage nach dem Sieger war da natürlich beantwortet. Für das Team um Coach Matthias Heineke war es der zweite Sieg im dritten Spiel, der erste vor heimischer Kulisse.

Dabei waren die Vorzeichen nicht optimal: Der HCOB blickte auf eine nicht zufriedenstellende Trainingswoche zurück. Angeschlagene Spieler, kranke Spieler, jeden Tag eine schlechte Nachricht. Kurzfristig fiel Linkshänder Tim Dahlhaus aus. Der Ersatz kam aus München: Felix Raff, zum Ende der vergangenen Runde vom Verein ohnehin nur ungern in eine Handballpause verabschiedet, sprang kurzfristig im rechten Rückraum ein, im Wechsel mit Ruben Sigle. Diese Option hatte man beim Klub aus dem Murrtal immer ein wenig im Hinterkopf behalten, so gab es beispielsweise auf Anhieb das passende Trikot. Und mittrainiert hatte der Linkshänder zuletzt auch das eine oder andere Mal. Zum Einsatz kam er allerdings erst im späteren Spielverlauf.

Richten mussten es zunächst die Akteure aus dem Stammkader. Und die machten das wirklich gut. Die Abwehr stand in der Anfangsphase aufmerksam. Torwart Stefan Koppmeier sammelte gleich einige Paraden. Die Ballgewinne münzte der HCOB durch schnelles Umschaltspiel in Tore um. Immer wieder gelang es, die flinken Außen Florian Frank und Philipp Maurer mit dem entscheidenden Meter Vorsprung auf den schnellsten Abwehrspieler auf den Weg zu schicken. Diese hatten dann keine Probleme, den Ball an TVS-Keeper Matthias Meßmer vorbei zu bugsieren. Beide erzielten in dieser Begegnung fünf Tore. Bis zur zehnten Minute gelang in jeder Zeigerumdrehung ein Treffer, schon bald stand ein deutlicher Vorsprung zu Buche (10:5, 16:7).

Gästecoach Sandro Catak urteilte hinterher, sein Team sei „fast überrollt worden“, und das traf es ziemlich genau. Die Hausherren kamen aber nicht nur nach Gegenstößen zum Torerfolg, sondern sie schlossen auch im Positionsangriff mit guter Quote ab. Timm Buck und Tobias Gehrke gingen dabei mit gutem Beispiel voran. Baden-Baden bekam relativ viele Siebenmeter zugesprochen, die der routinierte Christian Fritz mit 100-prozentiger Ausbeute zu nutzen verstand. Aber es war dann doch zu wenig, um die Partie ernsthaft offenzuhalten. Den letzten Angriff vor der Pause nutzte Ruben Sigle zum 24:14. Damit stand ein in zweierlei Hinsicht bemerkenswerter Zwischenstand auf der Tafel: 24 Tore in einer Halbzeit sind ungewöhnlich und zehn Tore Unterschied in einem Drittliga-Spiel sowieso. Das Duell war früh entschieden.

Halbzeit zwei konnte das nicht übertrumpfen. Die Gäste trauten sich nun mehr zu. Die Mannschaft von Coach Sandro Catak kam durch Kreisanspiele zum achtfachen Torschützen Elias Meier offensiv zu mehr Erfolgserlebnissen. Der Klub aus Mittelbaden verkürzte den Rückstand ein bisschen, ohne dass dies bei den in grünen Trikots gewandeten Gastgebern auf Anhieb Sorgen ausgelöst hätte. In Summe war das Abwehrspiel der Einheimischen nun aber zu verhalten, 18 Gegentreffer gab es in Durchgang zwei, ein paar zu viel.

Der HCOB seinerseits blieb offensiv so durchschlagskräftig, um immer wieder mal auf acht oder neun Tore Abstand davonzuziehen. Trainer Matthias Heineke räumte Marc Godon im rechten Rückraum umfangreiche Spielzeiten ein, der nutzte dies zu sechs Treffern. Für den passenden Schlussakkord war die Aushilfe aus München zuständig. Felix Raff steuert den 38., den 39. und – damit es sich auch lohnte – den 40. Treffer bei. Der kostet beim Handball den Schützen etwas. Gut für Felix Raff, dass er ein paar Minuten nach dem Abpfiff zum Spieler des Tages ernannt wurde. Dafür gibt es einen Kasten Bier. Die Aushilfe konnte ihre Schulden direkt begleichen.HC Oppenweiler/Backnang: Koppmeier, Müller (n.e.) – Schliedermann (n.e.), Gehrke (4), Buck (6/1), Alexander Schmid (2), Raff (3), Sigle (4), Martin Schmiedt (2), Frank (5), Maurer (5), Bühler, Rauh (2), Godon (6), Düren (2).

TVS 1907 Baden-Baden: Horn, Meßmer – Henke (1), Seebacher (3), Wichmann, Bornhäußer (2), Seiter, Fritz (9/5), Völker (5), Schuster (2), Schlager, Koch (1), Meier (8), Strüwing, Veith, Vollmer (1).

Siebenmeter: 1/1 : 5/5. – Zeitstrafen: 10:10 Minuten (Düren/dreimal, Buck, Sigle – Henke, Wichmann, Schuster, Koch, Strüwing). – Disqualifikation: Düren (57./dritte Hinausstellung).– Schiedsrichter: Gebele/Widmann (Emmendingen/Bisingen). – Zuschauer: 300.

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Erstellt:
19. September 2022, 06:00 Uhr

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