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Henderwäldler-Nachtumzug muss 2021 ausfallen

Die Murrhardter Narrenzunft denkt fürs kommende Jahr nur kleine, überschaubare Veranstaltungen an und will die Lage beobachten.

Die neu gewählten Zunfträte (von links): Julia Kugler, Heike Streubel, Nadine Barth, Regina Kessel, Thorsten Gabriel und Kim Steiert mit Laura Hermann – sie scheidet aus ihrem Amt aus – sowie Alexander Schwed und Matthias Weber.

© privat

Die neu gewählten Zunfträte (von links): Julia Kugler, Heike Streubel, Nadine Barth, Regina Kessel, Thorsten Gabriel und Kim Steiert mit Laura Hermann – sie scheidet aus ihrem Amt aus – sowie Alexander Schwed und Matthias Weber.

MURRHARDT (pm). Die Mitglieder der Narrenzunft Murreder Henderwäldler haben sich vor rund zwei Wochen in der Festhalle Murrhardt getroffen, um dort unter Einhaltung der Coronaauflagen ihre Jahreshauptversammlung abzuhalten. Dabei konnten sie eine positive Bilanz des Landesnarrentreffens zu Beginn des Jahres ziehen und einen ersten Ausblick auf die Fasnacht 2021 geben, die coronabedingt in ganz anderer Form stattfinden wird, wie sie berichten.

Die Rahmenbedingungen der Hauptversammlung boten für die Narren ein ungewohntes Bild: Wo im Januar beim Landesnarrentreffen noch selbstverständlich gefeiert, gegessen und getanzt werden konnte, mussten sich die Mitglieder der Henderwäldler sehr zurücknehmen: keine Umarmungen, kein Händeschütteln und zu jeder Zeit die gebotenen 1,5 Meter Abstand im Blick. Umso mehr freute sich der Zunftrat über die rege Beteiligung. Diana Spreu, Zunftmeisterin Finanzen und Verwaltung, stellte den Kassenbericht für 2019 vor. Sie verwies dabei unter anderem auf die Ausgaben, die bereits für das Landesnarrentreffen 2020 notwendig geworden waren. Die Kassenprüferin Regina Kessel bestätigte die einwandfreie Buchführung, woraufhin die Mitglieder den Vorstand entlasteten. Das Landesnarrentreffen sei nicht nur organisatorisch und veranstaltungstechnisch ein voller Erfolg gewesen, der Vorstand hatte auch gut gewirtschaftet und konnte zudem großzügige Unterstützer für sich gewinnen, so das Resümee.

Wahlleiter Thomas Zeeb, Zunftrat Ausfahrten, regelte den Ablauf der neu zu besetzenden Zunftratsämter. Die Mitglieder wählten einstimmig folgende Amtsträger: Heike Streubel (Kassenprüferin), Julia Kugler (Zunftrat Jugend) und Nadine Barth (Zunftschreiberin) wurden in ihrem Amt bestätigt. Thorsten Gabriel wechselte vom Zeugwart-Beisitzer zum Zeugwart, der ehemalige Zeugwart Alexander Schwed wiederum findet sich nun als Beisitzer des Bereichs Veranstaltung in den Vorstandsreihen wieder. Häsmeisterin Kim Steiert konnte sich in den vergangenen Monaten als kommissarische Amtsträgerin mit Erfolg beweisen und wurde außerordentlich des vorgesehenen Turnus in ihr Amt gewählt. Seit 2016 als Zunftrat Organisation tätig, legte Laura Hermann nun das Amt nieder und gab den Stab an Regina Kessel weiter. Regina Kessels Amt der Kassenprüfung nimmt nun Matthias Weber wahr.

Der Verein hat ein außerordentliches Jahr mit dem Ausrichten des Landesnarrentreffens des Landesverbands Württembergischer Karnevalvereine plus normaler Fasnetskampagne erfolgreich hinter sich gebracht. Das Landesnarrentreffen war eine große organisatorische genauso wie finanzielle Herausforderung, die dank des großartigen Zusammenhalts und Arbeitseinsatzes im Verein, der Unterstützung der Stadt und zahlreicher großzügiger weiterer Sponsoren gemeistert werden konnte, so die Murreder Henderwäldler.

Getreu dem Motto „Man kann die Fasnet nicht absagen, denn die steht im Kalender wie Weihnachten und Ostern“ hatte sich der Zunftrat schon im Sommer intensiv mit der Kampagne für 2021 beschäftigt. Die Frage, was während der Coronapandemie machbar sein wird und was nicht, habe viel Kreativität von den Zunfträten gefordert. Für die Henderwäldler war schnell klar: Eine reguläre Fasnet wird es definitiv nicht geben. Die Murrhardter Narrenzunft verfolgt für 2021 das Ziel, nur kleine und überschaubare Veranstaltungen mit begrenztem Platzangebot und zugeteilten Sitzplätzen anzubieten. Der beliebte Murrhardter Nachtumzug könne im kommenden Jahr ganz sicher nicht stattfinden, so Zunftmeister Matthias Schlichenmaier. Die Großveranstaltung mit über 6000 Teilnehmern und Zuschauern sei während der Pandemie nicht durchführbar. Die Einladungen an andere Vereine seien deshalb im Sommer erst gar nicht verschickt worden. Der Verein will gemeinsam mit der Stadt ausloten, was unter strenger Beachtung der Hygienevorgaben und der gebotenen Vorsicht trotzdem möglich sein könnte. Anfang Dezember möchte die Narrenzunft dies endgültig festlegen. Die Henderwäldler wollen die weitere Entwicklung der Coronapandemie dabei genau im Blick behalten.

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Erstellt:
23. Oktober 2020, 06:00 Uhr

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