Tourismusbranche
Hotelkette Achat gibt 18 Hotels ab
Im Herbst hat die Hotelkette Achat Insolvenz angemeldet. Die Neuaufstellung hat deutliche Folgen für das Unternehmen – und Hunderte Mitarbeiter.

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In Deutschland gibt es 49 Achat-Hotels in der Drei- und Vier-Sterne-Kategorie.
Von red/dpa
Die in Schieflage geratene Hotelkette Achat hat sich deutlich verkleinert. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wurden 18 Hotels der Gruppe an andere Betreiber übergeben, wie das Unternehmen in Mannheim mitteilte. So hätten Arbeitsplätze, Kundenbeziehungen und Gästereservierungen erhalten werden können.
Ein Hotel wurde demnach geschlossen. Zukünftig betreibt die Kette in Deutschland 32 Hotels mit rund 4100 Zimmern und Apartments unter den Markennamen Achat und Loginn.
Rund 900 Mitarbeiter bleiben im Unternehmen
Die Gruppe hatte im November 2024 Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Seitdem sei das Hotelportfolio beleuchtet und auf wirtschaftliche Tragfähigkeit analysiert worden, hieß es weiter. Die Restrukturierung sei nun abgeschlossen. Die Gläubiger stimmten den Insolvenzplänen demnach zu.
Die langfristige Weiterführung des Unternehmens sei damit gesichert. Ungefähr 900 der ehemals rund 1450 Achat-Mitarbeiter sind nach Angaben einer Sprecherin weiterhin bei der Hotelkette beschäftigt.
Mehrere Unternehmen der Branche in Not
Als Gründe für die Insolvenz nannte das Unternehmen im Herbst unter anderem die Folgen der Corona-Pandemie, Inflation und Preissteigerungen „über alle Bereiche des Geschäftsmodells hinweg“. Herausfordernd sei unter anderem das veränderte Buchungsverhalten von Geschäftskunden gewesen. Außerdem übernahm sich Achat wohl mit seinem schnellen Wachstum. Die Folge waren nach eigenen Angaben ein operativer Verlust und Liquiditätsengpässe.
Im Tourismussektor waren im vergangenen Jahr mehrere Unternehmen in Schwierigkeiten geraten – unter anderem der Reiseveranstalter FTI und der auf Türkeireisen spezialisierte Anbieter We-Flytour.