Die TSG Backnang will beim Spiel gegen den CfR Pforzheim kompakt bleiben und den Favoriten ärgern

Trotz Außenseiterrolle hofft die TSG, dass sie vom heutigen Nachholspiel beim Oberliga-Vierten 1. CfR Pforzheim was Zählbares mit ins Murrtal zurück bringt. Personell sieht es bei Backnangs Fußballern gegenüber dem Teilerfolg in Gmünd wieder besser aus.

Tim Pöhler (rechts) wird weiterhin von personellen Problemen geplagt. Wie die ebenfalls verletzten Raphael Terpsiadis und Vincent Sadler ist er in Pforzheim nicht am Ball. Ansonsten hat die TSG gegen den Titelaspiranten allerdings alle Mann an Bord. Foto: Alexander Becher

© Alexander Becher

Tim Pöhler (rechts) wird weiterhin von personellen Problemen geplagt. Wie die ebenfalls verletzten Raphael Terpsiadis und Vincent Sadler ist er in Pforzheim nicht am Ball. Ansonsten hat die TSG gegen den Titelaspiranten allerdings alle Mann an Bord. Foto: Alexander Becher

Von Uwe Flegel

Manche nennen eine solche Partie ein Bonusspiel. TSG-Trainer Pavlos Osipidis ist mit diesem Begriff aber nicht unbedingt einverstanden. Für den 33-Jährigen hört es sich etwas zu sehr danach an, dass Backnangs Oberliga-Fußballer im Nachholspiel heute ab 19 Uhr beim Tabellenvierten 1.CfR Pforzheim nur mal schauen wollen, ob was gehen könnte. Das ist dem Coach des neuntplatzierten Vereins aus den Etzwiesen dann aber doch zu wenig. Er zählt zu denen, die eine Partie immer gewinnen wollen.

Osipidis weiß jedoch, dass seine Elf im Stadion im Brötzinger Tal nicht der Favorit ist. Pforzheim nennt er einen guten Gegner, „der oben angreifen will und die drei Punkte gegen uns eingeplant hat“. Eine Rechnung, die durchkreuzt werden soll. Zumal die TSG in den bisherigen fünf Partien seit der Winterpause nur einmal verloren hat – beim 0:2 beim Nachbarn und Spitzenreiter SG Sonnenhof Großaspach. Ansonsten gab es ein 3:2 gegen Kellerkind Bissingen sowie Unentschieden in Denzlingen (2:2), gegen Nöttingen (2:2) und im Rems-Murr-Duell beim 1. FC Normannia Gmünd (0:0). Eine Bilanz über die der ehemalige griechische U-17-Nationalspieler sagt: „Wenn man die Gegner anschaut, wenn man die Auftritte anschaut, dann kann man damit leben.“

Der verschenkte Sieg gegen Nöttingen ärgern Pavlos Osipidis immer noch

Der Backnanger Trainer gesteht aber auch, dass die Ausbeute gerne besser hätte sein dürfen. In Gmünd war zum Beispiel mehr als ein Punkt drin. Vor allem aber ärgert ihn der 2:2-Teilerfolg gegen den zuletzt so stark auftrumpfenden FC Nöttingen. „Da hätten wir zur Pause schon 4:0 führen müssen, haben aber immerhin 2:0 geführt und den Vorsprung in der zweiten Halbzeit noch eingebüßt.“ In den Augen des Coaches waren es zwei verschenkte Punkte, die sein Team gut hätte gebrauchen können. Rang neun und 32 Zähler hören sich gut an, sind jedoch in Sachen Nichtabstieg noch kein beruhigendes Polster.

Auch deshalb setzt Osipidis darauf, dass die TSG von der Fahrt aus Pforzheim heute nicht mit leeren Händen heimkehrt. Personell sind die Vorzeichen dafür im Gegensatz zur Partie am vergangenen Samstag in Gmünd ein wenig besser. Zwar fallen die Angreifer Tim Pöhler und Raphael Terpsiadis sowie Defensivmann Vincent Sadler wegen muskulärer Probleme aus, doch „ansonsten haben wir alle Mann an Bord“. Das heißt auch, dass sich der Backnanger Coach noch nicht ganz sicher ist, seine Startelf im Vergleich zur Partie im Gmünder Schwerzer aber wohl verändert: „Der eine oder andere Stammspieler wird vermutlich in die Anfangsformation zurückkehren.“

Vor allem in der Defensive hat Osipidis die Qual der Wahl. Denn dort zeigten die Männer aus der zweiten Reihe gegen die Normannia, dass auf sie Verlass ist, wenn sie gebraucht werden. Am Coach liegt es, nun zu entscheiden, wen davon er auch gegen die vielleicht stärkste Offensivreihe der gesamten Liga benötigt, um eine möglichste perfekte Abwehrleistung zu gewährleisten. Mit Akteuren wie Konstantin Markopoulos, dem Afrika-Cup-Teilnehmer Stanley Ratifo, Willi Sauerborn oder Salvatore Catanzano ist der in die Regionalliga strebende 1. CfR Pforzheim in der vordersten Reihe für Oberliga-Verhältnisse erstklassig bestückt.

Das weiß auch der TSG-Coach. Um trotzdem drei Punkte aus der Goldstadt zu entführen, fordert er von seiner Mannschaft: „Wir müssen kompakt sein, brauchen enge Abstände und müssen ruhig und geduldig bleiben.“ Schließlich ist vor allem der Gegner in Zugzwang, denn der hat die drei Punkte eingeplant. Für Backnang wären sie beim Bemühen, nicht ins Abstiegsgefahr zu geraten, lediglich ein Bonus. Auch wenn Osipidis dieses Wort nicht so gerne hört.

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Erstellt:
27. März 2024, 11:30 Uhr

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