Industriewindpark auf Testgelände
LBBW finanziert Mega-Windpark für Mercedes
Der Windpark auf dem Mercedes-Testgelände in Papenburg in Niedersachsen soll rund ein Fünftel des Strombedarfs des Autobauers in Deutschland decken. So sieht die Finanzierung aus.
© Mercedes-Benz AG
Ähnlich wie auf diesem Bild soll ein Windpark auf dem Mercedes-Testgelände in Papenburg entstehen.
Von Imelda Flaig
Die Landesbank Baden Württemberg (LBBW) finanziert als Konsortionalführerin gemeinsam mit der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) den Windpark auf dem Testgelände von Mercedes-Benz in Papenburg (Niedersachsen). Es ist einer der deutschlandweit größten Industriewindparks.
Wie die LBBW in Stuttgart mitteilte, fungiere man bei dem Großprojekt nicht nur als Geldgeberin, sondern übernehme die zentrale Steuerung. Insgesamt belaufe sich das Finanzierungsvolumen für den Mercedes-Windpark auf einen dreistelligen Millionenbetrag.
Industriewindpark hat Gesamtkapazität von 140 Megawatt
Auf dem Prüfgelände von Mercedes-Benz errichtet die UKA-Gruppe, einer der führenden deutschen Projektentwickler für Windparks an Land (Onshore Windkraft), einen Windpark mit 20 Nordex-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 140 Megawatt. Diesen wird UKA nach Fertigstellung auch selbst betreiben und den größten Teil des Grünstroms an Mercedes liefern.
Perspektivisch soll der Windpark rund 20 Prozent des jährlichen Strombedarf der Mercedes-Benz Group in Deutschland abnehmen. Baustart war im Herbst 2025, die Inbetriebnahme ist ab 2027 geplant.
„Die Finanzierung des Windparks verdeutlicht eindrücklich unsere Stärken als mittelständische Universalbank“, sagte Jens Heil, Leiter Sustainable Energy Finance bei der LBBW.
Die Bank spricht von einem „Leuchtturmprojekt“, mit dem die LBBW ihre Position als strategische Partnerin für die Dekarbonisierung der deutschen Schlüsselindustrien stärke.
