Unglück auf den Malediven
Letzte Leichen von Taucherinnen geborgen
Bei einem Unterwasser-Ausflug im Indischen Ozean sterben fünf Italiener. Die Bergungsaktion gestaltet sich äußerst kompliziert. Jetzt sind aber alle Toten geborgen.
© Uncredited/Maldives President's /Uncredited
Die Bergungsaktion gestaltete sich äußerst kompliziert.
Von red/dpa
Nach dem Tauchunglück auf den Malediven sind jetzt auch die Leichen der letzten beiden vermissten Taucherinnen aus Italien geborgen worden. Die toten Frauen im Alter von 22 und 31 Jahren wurden von Spezialtauchern aus einer Höhle in etwa 60 Meter Meerestiefe gezogen und dann nach oben gebracht, wie aus dem Außenministerium in Rom verlautete.
Insgesamt starben bei dem Unglück in der vergangenen Woche fünf Italiener sowie ein Rettungstaucher von den Malediven. Die genauen Umstände sind noch unklar. Die Behörden ermitteln.
Gruppe hätte nur 30 Meter tief tauchen dürfen
Die Malediven sind ein kleiner Inselstaat im Indischen Ozean südwestlich von Sri Lanka. Mit ihren weißen Sandstränden ziehen sie Urlauber aus aller Welt an. Auch für Schnorchler und Taucher sind die Malediven und ihre Korallenriffe ein beliebtes Ziel.
Nach italienischen Angaben war die Tauchgruppe in einer Höhle mit mehreren Kammern unterwegs, die durch schmale Gänge miteinander verbunden sind. Eigentlich hätte die Gruppe nur bis zu einer Tiefe von etwa 30 Metern tauchen dürfen.
Obduktionen in Italien sollen Klarheit bringen
Inzwischen hat sich auch die Staatsanwaltschaft in Rom in die Ermittlungen eingeschaltet. Nach Angaben der Behörden sollen die Leichen in den kommenden Tagen aus der Inselhauptstadt Malé nach Italien gebracht werden, wo sie obduziert werden sollen. Unter den Todesopfern ist auch eine bekannte Meeres-Expertin und Professorin an der Universität Genua. Die Gruppe war mit einem kommerziellen Schiff zu einem Ausflug gestartet.
