Karlsruhe

Mann in Flammen stirbt – Obduktion der Leiche angeordnet

War es Selbstverbrennung oder ein Unglück? Nach dem Vorfall in Karlsruhe haben die Behörden ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

Noch ist unklar, ob sich der Mann absichtlich oder aus Versehen selbst anzündete (Symbolbild).

© IMAGO/Sabine Gudath

Noch ist unklar, ob sich der Mann absichtlich oder aus Versehen selbst anzündete (Symbolbild).

Von red/dpa/lsw

Im Fall eines auf der Straße verbrannten Mannes in Karlsruhe hat die Staatsanwaltschaft eine Obduktion der Leiche angeordnet. Sie erhofft sich nach Angaben eines Sprechers zum einen Hinweise auf die Identität des Gestorbenen. Zum anderen soll geklärt werden, ob es sich bei dem Geschehen am Sonntag um eine vorsätzliche Selbstverbrennung oder ein Unglück handelt. Erkenntnisse dazu könnten im Laufe der Woche vorliegen.

„Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet“, sagte der Sprecher. Anzeichen für Fremdverschulden gebe es nicht. Hinweise auf vermisste Menschen hätten bei der Identifikation des Toten bisher nicht geholfen.

Vorfall nahe dm-Zentrale

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten mitgeteilt, dass Passanten am späten Sonntagabend im Stadtteil Durlach gemeldet hätten, dass sie einen brennenden Menschen auf der Straße laufen und zusammenbrechen sahen. Wegen seiner schweren Verbrennungen starb der Mann demnach noch an Ort und Stelle.

Die Passanten und ein Anwohner hätten noch versucht, dem brennenden Mann zu helfen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dabei hätten die Ersthelfer auch einen Feuerlöscher eingesetzt.

Der Vorfall hatte sich in der Nähe der dm-Zentrale ereignet. Der Geschäftsführer des Ressorts Finanzen + Controlling der Drogeriemarktkette, Martin Dallmeier, erklärte: „Wir bedauern den tragischen Vorfall zutiefst und unser Mitgefühl gilt den Angehörigen sowie allen Betroffenen. Allerdings steht der Vorfall vom Sonntagabend in keinem Zusammenhang mit dm, er hat sich lediglich räumlich in der Nähe unseres dm-dialogicums ereignet.“ Das Unternehmen unterstütze die Behörden im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Sie haben suizidale Gedanken? Hier wird Ihnen geholfen 

Wenn Sie selbst unter Depressionen leiden oder Suizidgedanken haben, wenden Sie sich bitte sofort an die Telefonseelsorge. Auch wenn eine nahestehende Person betroffen ist, zögern Sie nicht, die Telefonseelsorge zu kontaktieren. Telefonnummer: 0800 1110 111

Hilfe für Betroffene und Angehörige

Es ist wichtig, dass Eltern, Verwandte und Freunde besonders aufmerksam sind, wenn bei Kindern oder Jugendlichen Anzeichen von Depressionen oder Suizidgefahr auftreten. Im Jahr 2023 war Suizid die häufigste Todesursache bei jungen Menschen im Alter von 10 bis 25 Jahren.

Auch hier gibt professionelle Hilfe:

www.deutsche-depressionshilfe.de

Info-Telefon Depression für Betroffene und Angehörige: 0800 33 44 5 33

E-Mail-Beratung für Betroffene und Angehörige: bravetogether@deutsche-depressionshilfe.de

Kinder und Jugendtelefon: 116 111 (Montag bis samstags 14 bis 20 Uhr)

Eine Liste mit Hilfsangeboten findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: https://www.suizidprophylaxe.de/

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Erstellt:
21. April 2026, 14:14 Uhr
Aktualisiert:
21. April 2026, 14:29 Uhr

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