Gewinneinbruch & Dividendenkürzung
Mercedes-Aktie fällt um 5 % - Das ist der Grund
Die Mercedes-Aktie steht unter Druck und verzeichnet einen deutlichen Kursrückgang. Anleger reagieren auf die jüngsten Geschäftszahlen des Autobauers, die einen Gewinneinbruch und eine Kürzung der Dividende offenbaren.
© Savvapanf Photo / Shutterstock.com
Die Mercedes-Aktie fällt nach schwachen Geschäftszahlen und einer Dividendenkürzung. Erfahren Sie, welche Faktoren den Kursrückgang ausgelöst haben.
Von Matthias Kemter
Am Donnerstagmorgen notierte die Mercedes-Aktie vorbörslich bei 55,19 Euro und verlor damit rund 5 Prozent an Wert. Die schwachen Geschäftszahlen für das Jahr 2025 sowie ein vorsichtiger Ausblick auf 2026 belasten die Stimmung der Anleger. Besonders die gescheiterte Luxusstrategie und externe Faktoren wie US-Zölle und ein schwacher Dollar setzen dem Konzern zu.
Gewinneinbruch und Dividendenkürzung
Mercedes-Benz musste im vergangenen Jahr einen drastischen Rückgang des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 40 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro hinnehmen. Der Umsatz sank um 9,2 Prozent auf 132,2 Milliarden Euro, während das Konzernergebnis nahezu halbiert wurde und bei 5,3 Milliarden Euro lag. Besonders die Pkw-Sparte, die wichtigste Einnahmequelle des Unternehmens, zeigte Schwächen: Die operative Marge fiel um 3,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent. Analysten hatten zwar mit einem noch schlechteren Wert gerechnet, doch die Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen der Konzern steht. Die Kürzung der Dividende von 4,30 Euro auf 3,50 Euro ist ein weiteres Signal für die angespannte Lage. Diese Entscheidung enttäuscht viele Anleger, die Mercedes-Benz-Aktien vor allem wegen der attraktiven Ausschüttungen halten.
Externe Belastungen und interne Probleme
Zu den Hauptursachen des Gewinneinbruchs zählen die schwachen Geschäfte in China, einem der wichtigsten Märkte für Mercedes-Benz. Hinzu kommen die Belastungen durch US-Zölle und ein schwacher Dollar, die die Margen zusätzlich unter Druck setzen. Auch die hohen Einmalkosten für den laufenden Stellenabbau haben das Ergebnis negativ beeinflusst. Die Luxusstrategie des Konzerns, die auf höhere Margen durch Premiumfahrzeuge abzielte, scheint nicht wie erhofft zu greifen. Stattdessen musste Mercedes-Benz im vergangenen Jahr 9,2 Prozent weniger Fahrzeuge verkaufen, was die Einnahmen weiter schmälerte.
Vorsichtiger Ausblick für 2026
Für das laufende Jahr bleibt der Konzern zurückhaltend. Die operative Marge in der Pkw-Sparte soll zwischen 3 und 5 Prozent liegen, was im besten Fall das Niveau des Vorjahres erreicht. Erst ab 2027 erwartet Mercedes-Benz wieder zweistellige Margen. Positiv ist lediglich, dass das EBIT aufgrund wegfallender Einmalkosten und erster Spareffekte wieder deutlich ansteigen soll. Dennoch bleibt der freie Mittelzufluss, eine wichtige Kennzahl für die Dividendenfähigkeit, unter Druck.
