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Mercedes bringt KI in jedes Büro: Mehr Zeit fürs Denken – weniger fürs Tippen

Mercedes stattet alle 90.000 Büroarbeitsplätze mit Künstlicher Intelligenz aus. Microsoft Copilot soll helfen, Berichte zu erstellen, Daten auszuwerten und Entscheidungen vorzubereiten

In die Büros von Mercedes soll die Künstliche Intelligenz flächendeckend  einziehen.

© Lichtgut/Leif Piechowski

In die Büros von Mercedes soll die Künstliche Intelligenz flächendeckend einziehen.

Von Klaus Köster

Mercedes-Benz will die Nutzung der Künstlichen Intelligenz (KI) stark ausweiten und diese Technologie im Unternehmen flächendeckend einsetzen. Künftig sollen alle Beschäftigten mit Büroarbeitsplatz KI-Programme des US-Softwarekonzerns Microsoft auf ihren Dienstrechnern nutzen können.

Zugriff auf Wissensquellen

Geplant ist der Einsatz von Microsoft 365 Copilot sowie Copilot Chat. Diese Varianten gehen über die bislang in Standardanwendungen integrierten Funktionen hinaus, da sie auch auf unternehmensinterne Daten und Wissensquellen zugreifen können.

Der Copilot soll Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter automatisiert bei Routineaufgaben unterstützen, Entwürfe für Berichte erstellen, große Datenmengen zusammenfassen und Entscheidungsunterlagen vorbereiten helfen.

Mercedes verspricht sich davon spürbare Effizienzgewinne: Beschäftigte sollen mehr Zeit für analytische, kreative und strategische Aufgaben gewinnen. Nach Unternehmensangaben sollen die Programme auf den Rechnern von rund 90 000 Beschäftigten ausgerollt werden. Die Einführung ist Teil der strategischen Partnerschaft zwischen Mercedes und Microsoft und wird vom Konzern als weiterer Meilenstein der langfristigen Digital- und KI-Strategie beschrieben. KI solle nicht punktuell eingesetzt werden, sondern im Arbeitsalltag systematisch für Wissensarbeit, Entscheidungsprozesse und operative Abläufe genutzt werden.

Mercedes und Microsoft haben strategische Partnerschaft

Selbst entwickelte KI-Agenten

Copilot wird über alle Regionen und Unternehmensbereiche hinweg als einheitliches Werkzeug eingeführt. Diese Standardisierung soll den Betrieb vereinfachen, Schulungen vereinheitlichen und den Austausch von Erfahrungen erleichtern.

Zugleich entsteht damit eine technische Grundlage, über die Mercedes künftig auch selbst entwickelte KI-Agenten konzernweit ausrollen kann.

Mercedes setzt auf hohe IT-Standards

Gleichzeitig betont der Konzern hohe Standards bei IT-Sicherheit und Rechtskonformität. Die Arbeit mit den KI-Anwendungen des US-Anbieters erfolge „innerhalb eines sicheren und kontrollierten Rahmens“.

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Erstellt:
19. Februar 2026, 08:12 Uhr
Aktualisiert:
19. Februar 2026, 13:17 Uhr

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