Basketball-Bundesliga

MHP Riesen Ludwigsburg machen’s spannend, aber nicht erfolgreich

Ludwigsburgs Basketballer haben gegen Bonn unglücklich verloren, wobei sich die Fehler wie ein roter Faden durch die Saison ziehen.

Debüt mit Niederlage für Gavin Schilling

© Baumann/Julia Rahn

Debüt mit Niederlage für Gavin Schilling

Von Joachim Klumpp

Eines muss man den MHP Riesen Ludwigsburg lassen: Langweilig wird es nicht bei den Heimspielen des Basketball-Bundesligisten, sodass die 4000 Zuschauer in der zum siebten Mal nacheinander ausverkauften Arena zumindest in diesem Punkt auf ihre Kosten kommen. Am Samstag trudelte der letzte Wurf von Elijah Hughes wieder aus dem Ring und besiegelte somit das bittere 85:86 gegen die Telekom Baskets Bonn, die vierte Heimniederlage, wobei keine mit mehr als sechs Punkten Differenz ausfiel.

Da half es auch nichts, dass Bonns Trainer Marko Stankovic zugab: „Das Spiel hätte in beide Richtungen ausgehen können“ – der Frust saß tief bei den Ludwigsburgern. Nach einem katastrophalen ersten Viertel (13:21) kam die Mannschaft gut in die Partie und führte in der 26. Minute mit elf Punkten (56:45), ehe ein 0:13-Lauf die Bonner zurück ins Spiel brachte. Im letzten Viertel ging es nochmals hin und her – ohne Happy End für die Riesen.

Was über die gesamten 40 Minuten betrachtet zwei gravierende Gründe hatte: die 22 – zum Teil haarsträubenden – Ballverluste konnte der Gegner zu leichten Punkten nutzen, dazu kam die eklatante Freiwurfschwäche von 66 Prozent. Beide Statistiken sind nicht neu, sie ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison. Trainer Mikko Riipinen sagt dazu: „Ich denke, das ist eine Sache der Konzentration. In so engen Spielen tut das besonders weh. Wir können nur daran arbeiten.“

Das Beunruhigende daran ist der Fakt, dass die Mannschaft nun schon in den fünften Monat der Zusammenarbeit geht, ohne dass diese gravierenden Schwächen abgestellt worden sind. Da nutzt es dann auch nichts, dass Spielmacher Stef Smith zu alter Stärke findet und 28 Punkte beisteuerte. Bis auf den erkrankten Darnell Egde war der Kader am Samstag komplett, sieht man von dem operierten Keeshawn Kellman ab, für den der nachverpflichtete Gavin Schilling sein Debüt feierte. Dessen Fazit? „Es wäre unfair, ihn zu beurteilen“, sagte Riipinen, „er hat nur 90 Minuten mit der Mannschaft trainiert und musste noch etliche andere Dinge organisieren.“

Zumindest bis zum nächsten Heimspiel am kommenden Samstag (18.30 Uhr) gegen die Löwen Braunschweig sollte er integriert sein. Ob bis dahin auch die altbekannten Schwächen der Riesen abgestellt sind, ist eine ganz andere Frage.

Zum Artikel

Erstellt:
17. Januar 2026, 23:21 Uhr
Aktualisiert:
17. Januar 2026, 23:27 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen