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Nach 26 Jahren zurück in der Bezirksliga

Aufstiegsgeschichten: Die Fußballer der SG Oppenweiler/Strümpfelbach holen sich zwei Titel. Während die erste Mannschaft Meister in der Kreisliga A 2 geworden ist und den Sprung nach oben schafft, sichert sich die Zweite den ersten Platz in der Kreisliga B 5.

Die Fußballer der ersten und zweiten Mannschaft der SG Oppenweiler/Strümpfelbach haben sich schon vor dem Beginn der Saison 2019/2020 als eine Einheit präsentiert. Foto: privat

Die Fußballer der ersten und zweiten Mannschaft der SG Oppenweiler/Strümpfelbach haben sich schon vor dem Beginn der Saison 2019/2020 als eine Einheit präsentiert. Foto: privat

Von Heiko Schmidt

Einen Doppelaufstieg gibt es nicht alle Tage. Die Fußballer der SG Oppenweiler/ Strümpfelbach haben dieses Kunststück in der Saison 2019/2020 geschafft. Dass die beiden Aktivenmannschaften feiern dürfen, hat einen Grund. „Wir sind eine Einheit und es gibt keine Abgrenzung zwischen beiden Teams“, sagt Erfolgstrainer Daniel Funk. Der 34-Jährige coacht zusammen mit dem noch spielenden Stephen Perri die beiden Mannschaften der SGOS. Nicht vergessen werden darf in diesem Zusammenhang auch Torwarttrainer Wolfgang Wieland. „Wir sehen uns als ein Trainerteam“, macht Funk klar.

Die erste Mannschaft hat als Aufsteiger eine starke Saison in der Kreisliga A 2 gespielt. Oppenweiler erzielte in 16 Begegnungen mit 73 die meisten Treffer und bekam mit 17 die wenigsten Gegentore. Zudem wurden 40 Punkte geholt. Lediglich zwei Niederlagen musste die SGOS hinnehmen – 1:2 beim SV Allmersbach II und 0:2 zu Hause gegen den TSC Murrhardt. Somit ist der Titelgewinn vor dem SV Allmersbach II und der SVG Kirchberg mehr als verdient. „Der Zusammenhalt ist sehr gut, das spricht auf jeden Fall für die Mannschaft“, lobt Funk. Er musste allerdings zum Saisonbeginn drei Monate auf den Oberliga-erfahrenen Marcel Friz verzichten. Der Kapitän fiel aufgrund einer Fußverletzung aus. Dies kompensierten die anderen Spieler wie Moritz Stoppel. Der 18-Jährige ist mit 21 Toren der zweitbeste Torjäger der Liga hinter Niklas Schommer von der SVG Kirchberg, der zweimal mehr einnetzte.

Bei Oppenweiler macht sich immer mehr die sehr gute Jugendarbeit bemerkbar. „Das zeichnet uns aus“, sagt Funk mit Stolz. Deshalb hatte er der Mannschaft etwas zugetraut. „Insgeheim habe ich schon auf den Aufstieg gehofft.“ Das wurde nun Realität. Funk gelang mit seinem Team somit nach 26 Jahren die Rückkehr in die Bezirksliga. Der 34-Jährige, der in seine vierte Saison als Trainer bei der SGOS geht, kennt die Bezirksliga sehr gut. Schließlich hat er jahrelang mit dem FC Viktoria Backnang in dieser Klasse gespielt, hinzu kommt bei ihm die Erfahrung von zwei Spielzeiten in der Landesliga. „Auf jeden Fall wird es keinen weiteren Durchmarsch geben“, will sich Funk schon mal festlegen. Er begründet das damit, dass „das Spiel schneller wird. Jeder muss dazulernen.“ Oberste Priorität hat beim Aufsteiger der Ligaverbleib. „Das wird schwer genug.“ Schließlich wird es mindestens drei Absteiger in der neuen Bezirksliga-Saison geben. Der Viertletzte müsste in die Abstiegsrelegation. Das soll unbedingt vermieden werden.

Die Meister-Mannschaft bleibt zusammen. Außerdem wird der Kader punktuell verstärkt. Um gegen mögliche Ausfälle auf der Torhüterposition gewappnet zu sein sowie den Konkurrenzkampf zu erhöhen, wurden Tim Roger (Spvgg Kleinaspach/Allmersbach) und Kay Kübler (FC Oberrot) verpflichtet. Hinzu kommen Rückkehrer Marcel Polaschek (SVG Kirchberg) sowie Joshua Jakubzik (SV Allmersbach III). Sie sollen ihren Teil dazu beitragen, dass die SGOS eine weitere starke Saison spielt. Neu wird in diesem Zusammenhang sein, dass das Trainingspensum erhöht wird. „Wir werden mit der Ersten dreimal statt bislang zweimal pro Woche trainieren“, verspricht Funk. Er will somit auf eine lange Saison in der Bezirksliga gut gerüstet sein.

Das trifft auch auf die zweite Mannschaft der SGOS zu. Diese betritt nämlich mit dem Aufstieg in die Kreisliga A 2 Neuland. Möglich macht dies der Titelgewinn in der Kreisliga B 5. „Unser Ziel war es eigentlich nicht, mit der Zweiten aufzusteigen. Vielmehr sollte die Jugend dort ihre Erfahrungen sammeln.“ Doch die SGOS II kristallisierte sich auch schnell als Spitzenmannschaft heraus.

99 erzielte Tore in 18 Spielen und nur 18 Gegentreffer sowie 49 Punkte krönten die Runde mit dem ersten Platz. Das ist umso bemerkenswerter, da der Verein erst vor zwei Jahren das zweite Team aus der bisherigen Reservemannschaft ins Leben gerufen hatte. Damit wurde der Leistungsgedanke natürlich auch größer. Doch die Spieler hielten dem Druck stand und sicherten sich mit klarem Vorsprung vor dem SV Allmersbach III und der SVG Kirchberg II den Titel.

Dazu beigetragen haben die besten SG-Torjäger Julian Krämer (21 Tore), Nico Müller (16) und Jannik Widmann (11). Die Spieler und auch das Trainerteam wissen, dass die neue Runde für die Zweite ebenfalls nicht einfach wird. „Auch hier kann unser Ziel nur der Ligaverbleib sein“, macht Trainer Funk klar. Das wird schwer werden, denn wahrscheinlich wird es auch hier mindestens drei Absteiger geben, der Viertletzte müsste dann die Abstiegsrelegation bestreiten.

Schon zwei Gastspiele in der höchsten Spielklasse des Bezirks

Den ersten Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga schaffte die 1971 gegründete SG Oppenweiler/Strümpfelbach im Jahr 1985. Als Meister der Kreisliga A 2 gelang dem Verein um den damaligen Trainer Werner Müller in der Saison 1984/1985 der Sprung nach oben. Prägende Spieler waren Rolf Kiefer, Michael Kübler, Klaus und Alexander Müller.

Der zweite Meisterwimpel aus der Kreisliga A 2 datiert aus der Spielzeit 1993/1994. Coach Jürgen Rampmaier führte das Team um Spieler wie Michael und Steffen Bühler, Alexander Stoppel oder Torjäger Jochen Häberer zurück in die Bezirksliga. Auch im zweiten Versuch dauerte der Aufenthalt im Oberhaus des Fußballbezirks nur ein Jahr.

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Erstellt:
11. Juli 2020, 06:00 Uhr

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