Landtagswahl

Partei Bibeltreuer Christen heißt inzwischen „Bündnis C“

Das „Bündnis C – Christen für Deutschland“ hat seine Hochburg in Baden-Württemberg und tritt auch am 8. März bei der Landtagswahl an. Was es mit der Partei auf sich hat.

Kreuz auf dem Stuttgarter Birkenkopf.

© imago/Arnulf Hettrich/Arnulf Hettrich/Symbolbild

Kreuz auf dem Stuttgarter Birkenkopf.

Von Michael Maier

Die 2500 für die Landtagswahl in Baden-Württemberg erforderlichen Unterschriften brachte das „Bündnis C“ mit seinen treuen Mitgliedern und Aktivisten recht problemlos zusammen, und so wurde die Partei zur Landtagswahl am 8. März zugelassen. Die ehemalige Partei Bibeltreuer Christen (PBC) war 2015 in der Vereinigung mit neuem Namen  aufgegangen.

Bündnis C gegen Ukraine-Krieg

Für das Bündnis C stehen klassisch christliche Themen wie die Bewahrung der Schöpfung, die klassische Familie bestehend aus Mann, Frau und Kind sowie eine Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen im Vordergrund. Die Hochburg der Partei liegt traditionell in Baden-Württemberg, während sie in anderen Bundesländern teilweise kaum vertreten ist und bei der Bundestagswahl nicht auf dem Stimmzettel stand.

Verwirrspiel um Bündnis C, Bündnis D und BSW?

Das Bündnis orientiert sich sehr eng an der Bibel, entsprechend gibt es auch eine Einteilung zwischen „Gut und Böse“, an der die Partei ihre Politik auslegen möchte. Waffenlieferungen an die Ukraine und Sanktionen gegen Russland werden abgelehnt. Bei der Bundestagswahl 2025 waren die bibeltreuen Christen in Baden-Württemberg auf 0,2 Prozent und 11.768 Stimmen gegeben.

Tiefer lagen damals nur das nicht zur Landtagswahl antretende Bündnis Deutschland (0,1 Prozent) und die MLPD mit 0,0 Prozent. Die Verwechslungsgefahr mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) dürfte niedriger sein als 2025. Damals hatte das "Bündnis Deutschland" offenbar für Verwirrung bei einigen Wählern gesorgt. Auch deshalb will das BSW aktuell vor dem Bundesverfassungsgericht auf Neuauszählung klagen.

In unserer Serie über Kleinparteien werden lediglich Listen mit mehr als 0,0 Prozent bei der letzen Wahl berücksichtigt.

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Erstellt:
10. Februar 2026, 16:40 Uhr

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