Nach Vorfall im Supermarkt
Penny wirbt mit Schafen, nachdem sich 50 Tiere in einen Markt verirrt haben
Nachdem sich 50 Schafe in einem Penny-Markt in Unterfranken versammelt hatten, reagiert das Unternehmen mit Humor. In sozialen Medien präsentiert sich Penny mit Schaf im Logo.
© -/REWE Group/dpa
Schafe eng an eng im Penny-Markt – das Unternehmen dreht den Spieß um.
Von Sascha Maier
Ungefähr 50 Schafe hatten sich am Montag in eine Penny-Filiale in Burgsinn (Bayern) verirrt. Offenbar waren die Tiere Teil einer größeren Herde, der sie sich erst wieder nach 20 Minuten Aufenthalt in dem Discounter in Niederfranken anschlossen. Die Tiere hätten sich zwischen Regalen im Kassenbereich aufgehalten, wie ein Unternehmenssprecher am Dienstag mitteilte. In der „Augsburger Allgemeinen“ berichtet der Leiter der betroffenen Filiale, Jürgen Kippes, vom tierischen Besuch. „So etwas habe ich auch noch nicht erlebt“, erzählt er der Zeitung. „Ich habe gedacht, wir sind bei ,Versteckte Kamera’.“
Für Penny war das offenbar ein Glücksfall – denn das Unternehmen hatte nicht einfach Zeitausfall und Reinigungskosten zu verbuchen, sondern agierte womöglich sehr clever: Der Vorfall wird aktuell für die Unternehmenskommunikation genutzt, „Hypemarketing“ heißt das in der Werbewelt.
Preise „määäh-ga“
Wer beispielsweise die deutsche Penny-Instagram-Seite besucht, dem blickt bereits im Logo ein Schaf entgegen. In einem Werbeclip mit der Überschrift „Was danach geschah“ inszeniert Penny eine Schafsherde, die Obst und Gemüse aus Papiertüten des Discounters verzehrt. Und auch Slogans wurden überarbeitet: „Für Preise, die einfach määäh-ga sind“, heißt es jetzt zum Beispiel.
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Auch andere Lebensmittelgeschäfte springen auf den Zug auf. So hat etwa Edeka Südwest ebenfalls einen Schaf-Clip produziert und ihn ihn sozialen Medien geteilt:
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„Bild“ zufolge will Penny Südwest sogar für ein Jahr die Patenschaft für die Schafe übernehmen und hierfür Kontakt zum Schäfer aufnehmen. Laut Berichten plane das Unternehmen nicht, gegen ihn Forderungen zu erheben. Eine professionelle Reinigungsfirma sei engagiert worden, um den strengen „Stallgeruch“ zu entfernen.
Das mediale Interesse an dem Vorfall ist groß – sogar in die „Tagesschau“ hatten es die Ausreißer aus der Herde geschafft.
