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Premiere für närrisches Großereignis

Ende Januar 2020 steigt das Landesnarrentreffen in Murrhardt – Stadt unterstützt Henderwäldler finanziell und organisatorisch

Die Vorbereitungen für das Landesnarrentreffen am letzten Januarwochenende 2020 laufen bereits auf Hochtouren: Durch dieses Großereignis, zugleich eine Premiere im Kreis, werde die Walterichstadt zum „Mittelpunkt der schwäbisch-alemannischen Fasnet“, hob Bürgermeister Armin Mößner in der jüngsten Gemeinderatssitzung hervor.

Die Murreder Henderwäldler haben schon viel Erfahrung mit eigenen Fasnetkampagnen sowie den Nachtumzügen, zu denen regelmäßig zahlreiche Zünfte kommen. Mit dem Landesnarrentreffen setzen sie nun noch eine Schippe drauf. Es werden rund 10000 Gäste erwartet. Archivfoto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Die Murreder Henderwäldler haben schon viel Erfahrung mit eigenen Fasnetkampagnen sowie den Nachtumzügen, zu denen regelmäßig zahlreiche Zünfte kommen. Mit dem Landesnarrentreffen setzen sie nun noch eine Schippe drauf. Es werden rund 10000 Gäste erwartet. Archivfoto: J. Fiedler

Von Elisabeth Klaper

MURRHARDT.Er informierte die Stadträte über die Details: Der Landesverband Württembergischer Karnevalsverbände (LWK) hat auf die Bewerbung der Narrenzunft Murreder Henderwäldler hin die Walterichstadt als Austragungsort für das Landesnarrentreffen am 25. und 26. Januar 2020 ausgewählt. Dazu werden rund 100 Narrenzünfte und -gruppen mit an die 5000 Aktiven erwartet. Hinzu kommen schätzungsweise etwa 5000 Besucher, vor allem zum großen Umzug am Sonntag, 26. Januar. Dessen Strecke wird im Vergleich zum Nachtumzug etwa verdoppelt und auf die Theodor-Heuss-Straße (Landesstraße1066) vom Bahnhof bis zum Ärztehaus ausgedehnt, auch um genügend Platz für die Zuschauer zu schaffen.

Das Landesnarrentreffen beginnt am Freitagabend, 24. Januar, mit einem närrischen Empfang des LWK-Präsidiums in der Sonne-Post. Am Samstag, 25. Januar, werden die ersten mitwirkenden Zünfte und Gruppen eintreffen. Sie werden in der Festhalle mit einer Narrensuppe bewirtet, auch findet eine Narrenmesse statt. Vor dem Rathaus wird der Narrenbaum aufgestellt, jedoch ohne Rathaussturm. Am Samstagabend steigt eine Saalfasnet in der Festhalle, anschließend feiern die Akteure auf dem Stadthallenparkplatz weiter im zum Narrenzelt umfunktionierten Sommerpalast-Zirkuszelt. Höhepunkt ist der große Narrensprung, sprich Umzug, am Sonntagnachmittag, 26. Januar, mit Zunftmeisterempfang und anschließender Fahnenübergabe an die Ausrichter des Landesnarrentreffens 2021.

Für die Organisation des Landesnarrentreffens sei die Unterstützung der Stadtverwaltung erforderlich, verdeutlichte der Rathauschef. Darum habe man in Absprache mit der Narrenzunft Murreder Henderwäldler einen Katalog der Unterstützungsleistungen aufgestellt. Dieser umfasse die behördlichen Aufgaben wie Straßenabsperrungen und Sicherung der Umzugsstrecke, die kostenlose Überlassung der Hallen und städtischen Plätze, den Narrenbaum aus dem Stadtwald, den Winterdienst bei Bedarf und die Stadtreinigung durch das Team des Zweckverbands Bauhof und die Firma Schäf. Weiter sei die Anwesenheit des Bürgermeisters erforderlich, ebenso die Mithilfe bei der überregionalen Werbung. „Das wird gut über die Bühne gehen“, zeigte sich Mößner optimistisch, „alle sollen sich gut an Murrhardt erinnern.“

Einhellig brachten die Fraktionssprecher ihre Zustimmung zu den Unterstützungsleistungen fürs Landesnarrentreffen zum Ausdruck. Ebenso die Wertschätzung der Narrenzunft, die sich auch das ganze Jahr über vielfältig ehrenamtlich engagiere und eine sehr gute Jugendarbeit leiste. „Die Narren fühlen sich wohl bei uns“, fand Ralf Nentwich (MDAL/Die Grünen). Er erkundigte sich, was in puncto Sicherheitskonzept und Müllvermeidung geplant sei, worauf der Bürgermeister keine konkrete Antwort gab. Mößner umschrieb das Landesnarrentreffen als „eine etwas größere Fasnetskampagne“ und lobte die Narrenzunft dafür, dass bei deren bisherigen Veranstaltungen „alles reibungslos funktionierte“, da diese „alles gut im Griff“ habe. Der Zunftmeisterempfang sei „unspektakulär und gediegen“, dagegen werde am Samstagabend etwas länger gefeiert, doch „das kriegt man hin“.

Es sei die Pflicht der Stadt, die Narrenzunft zu unterstützen, betonten Klaus-Peter Dörrscheidt (UL) und Georg Devrikis. Der CDU-FWV-Stadtrat fand es „sehr gut, wie transparent aufgelistet“ die diversen Unterstützungsleistungen seien. Er bezeichnete das Landesnarrentreffen als „unbezahlbare Werbung für die Stadt“, zumal auch das SWR-Fernsehen darüber berichten werde, und brachte seine Vorfreude mit einem kleinen Gedicht zum Ausdruck.

Das Landesnarrentreffen sei „für Murrhardt ein sehr positiver Aspekt“ und eine große Aufgabe, aber „ich denke, dass wir das schaffen werden“, fand SPD-Fraktionsvorsitzender Edgar Schäf. Denn die Henderwäldler „haben dafür das Personal, und mit dem Bürgermeister im Rücken kann euch nichts passieren“, erklärte er. Schließlich befürwortete das Stadtparlament geschlossen die Unterstützungsleistungen der Stadtverwaltung für das Landesnarrentreffen, die mit rund 20000 Euro zu Buche schlagen, wobei Verrechnungen für verwaltungsinterne Aufgaben sowie Dienstleistungen des Zweckverbands Bauhof inbegriffen sind.

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Erstellt:
19. November 2019, 11:00 Uhr

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Murreder Henderwäldler wollen als schwäbisch-alemannisch geprägte Zunft dem Landesnarrentreffen eine besondere Note verleihen