Pro und Contra – Kommt der VfB Stuttgart in die Champions League?: Reif für den großen Sprung

Pro und Contra – Kommt der VfB Stuttgart in die Champions League?: Reif für den großen Sprung

Von Carlos Ubina

Stuttgart - Pssst. Wir müssen leise und vorsichtig sein. Denn wenn Sebastian Hoeneß mitbekommt, was hier zu lesen steht, dann wird der Trainer des VfB Stuttgart sicher nicht begeistert sein. Weil Hoeneß zwar ein überaus ehrgeiziger Fußballlehrer ist, aber ebenso ausgeprägt ist sein Hang, die Erwartungen an seine Mannschaft nicht zu hoch zu schrauben. Er stapelt lieber tief, stürmt gerne aus der zweiten Reihe nach vorne und vermeidet laute Ankündigungen. Das ist seine Erfolgsstrategie. Dennoch: Der VfB schafft es in die Champions League.

Diese These steht vor dem schwierigen Jahresauftakt mit den Bundesligaspielen bei Bayer Leverkusen und gegen Eintracht Frankfurt – zwei Clubs, die aktuell an der europäischen Königsklasse teilnehmen. Und klar, hinterher wären wir alle schlauer, was die Stuttgarter Stärke anbelangt. Doch es braucht einen langen Atem bis in den Mai. Und schon jetzt verfügt der VfB über einen gut besetzten Kader – in Spitze und Breite. Das haben die ersten Saisonmonate in den drei Wettbewerben gezeigt.

Liga, DFB-Pokal und Europa League – diesen sportlichen Dreisprung muss der VfB weiterhin unter Dauerbelastung hinbekommen. Sofern keine Schlüsselfiguren ausfallen. Bisher ist das gelungen und nun stehen Trainer und Team vor der Herausforderung, den nächsten Schritt in der Entwicklung zu gehen. Vom aufstrebenden Coach zum dauerhaften Spitzentrainer, von der spielstarken Überraschungself zur etablierten Spitzenmannschaft.

Hoeneß hat das Zeug dazu, da er ein Bessermacher ist und die Clubführung ihm und seinen Fähigkeiten vertraut. Und in der VfB-Mannschaft steckt genügend Qualität und Erfahrung, um mit Siegen zur Stelle zu sein, wenn ein Mitglied der Top vier aus der Bundesliga schwächelt. Der FC Bayern München ist dabei übermächtig, aber Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und RB Leipzig sind Kontrahenten, die sportlich in Reichweite liegen. Zudem hat die TSG Hoffenheim keine besseren Voraussetzungen.

Ab sofort heißt es beim VfB also wieder: mit Überzeugung zu verteidigen, den Ball leichtfüßig laufen zu lassen und den Fokus vor dem gegnerischen Tor nicht zu verlieren – damit der weiß-rote Traum wahr wird. Dann lässt es sicher auch Hoeneß knallen.

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Erstellt:
9. Januar 2026, 22:08 Uhr
Aktualisiert:
10. Januar 2026, 21:59 Uhr

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