Planinsolvenz

Rofu Kinderland schließt mindestens eine Filiale in Baden-Württemberg

Der Spielwarenhändler Rofu Kinderland ist insolvent, hat aber mittlerweile einen Investor gefunden. Auch in Regionen mit hoher Kaufkraft fallen aber Filialen weg.

Rofu-Filiale in der Region Stuttgart.

© Benjamin Roth

Rofu-Filiale in der Region Stuttgart.

Von Michael Maier

Nach einem schwachen Weihnachtsgeschäft musste der bekannte Spielwarenhändler Rofu Kinderland Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden. Inzwischen konnte jedoch eine Lösung gefunden werden. Ein Investor übernimmt große Teile der Kette, um das Geschäft zu stabilisieren, wirtschaftlich neu aufzustellen und langfristig wettbewerbsfähig zu machen.

Der Einschnitt fällt dennoch deutlich aus. Von den mehr als 100 Filialen werden nur 77 weitergeführt. Ein Großteil der Standorte bleibt somit bestehen, aber viele Regionen trifft es spürbar. In den betroffenen Läden läuft bereits ein umfassender Räumungsverkauf, der bis spätestens Juli abgeschlossen sein soll. Danach werden diese Geschäfte dann endgültig geschlossen.

Hunderte von Rofu-Jobs weg

Für die Belegschaft hat die Entscheidung teils gravierende Folgen. Über 1000 Arbeitsplätze bleiben zwar erhalten, aber mehrere Hundert Beschäftigte, vor allem Teilzeitkräfte und Aushilfen, verlieren ihren Job. Zusätzlich wird in der Unternehmenszentrale Personal abgebaut und ein Außenlager komplett aufgegeben.

Eine vollständige Liste aller Schließungen gibt es bislang nicht. Besonders stark betroffen sind jedoch Teile Bayerns und Bayrisch-Schwabens sowie Rheinland-Pfalz, aber auch in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen-Anhalt. Zu den gegenüber lokalen Medien bestätigten Schließungen zählen unter anderem folgende Filialen:

  • Albstadt
  • Ansbach
  • Birkenfeld
  • Donauwörth
  • Günzburg
  • Halle an der Saale
  • Kaiserslautern
  • Kulmbach
  • Nördlingen
  • Schlüchtern
  • Senden
  • Weißenburg

Keine Gesamtliste mit Rofu-Schließungen veröffentlicht

Eltern auf der Suche nach Geschenken müssen sich an diesen Orten bald nach Alternativen umsehen. Wie sich das Geschäft bei den Standorten entwickelt, die zunächst erhalten bleiben sollen, muss sich erst noch zeigen. Eine offizielle Gesamtliste mit den Filialschließungen hat Rofu bislang nicht veröffentlicht.

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Erstellt:
7. Mai 2026, 15:48 Uhr

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