Europa-League-Spiel

SC-Freiburg-Ultras verzichten auf Stadionbesuch gegen Maccabi Tel Aviv

Die Ultras des SC Freiburg haben angekündigt, an diesem Donnerstag dem Europa-League-Spiel gegen Maccabi Tel Aviv fernzubleiben. In einem Statement nennen sie ihre Gründe.

Die Ultras des SC Freiburg verzichten auf das Europa-League-Spiel gegen Maccabi Tel Aviv.

© imago/Steinsiek.CH

Die Ultras des SC Freiburg verzichten auf das Europa-League-Spiel gegen Maccabi Tel Aviv.

Von Florian Dürr

Wenn der SC Freiburg an diesem Donnerstag ab 18:45 Uhr gegen Maccabi Tel Aviv um den Einzug ins Achtelfinale der Europa League kämpft, muss die Mannschaft von Trainer Julian Schuster auf viele lautstarke Fans verzichten: Die Ultras des Clubs haben angekündigt, dem Europa-Park-Stadion am Donnerstag fernzubleiben. In einem Statement auf Instagram begründen „die Gruppen der aktiven Fanszene“ ihre Entscheidung.

Hintergrund seien die wegen einer „hohen Terrorgefahr“ sicherheitsbedingten Einschränkungen, die „gravierend in fankulturelle Freiheiten“ eingriffen, heißt es: Die Ultras nennen unter anderen den Einsatz von Metalldetektoren am Einlass „mit der Gefahr von Racial Profiling“, eine „polizeiliche Durchsuchung unseres Infostands“ sowie die „massive Polizeipräsenz“ im und um das Stadion. Ablehnung erfahren insbesondere die Verbote von Fahnen, Zaunfahnen oder Spruchbändern in weiten Teilen des Stadions. Diese Maßnahmen des Vereins schränkten die „Fankultur und Meinungsfreiheit“ ein.

Auch beim VfB haben Ultra-Gruppen auf das Spiel gegen Maccabi verzichtet

Was der VfB Stuttgart bereits hinter sich hat, erwartet nun am kommenden Donnerstag den SC Freiburg. „Aufgrund der politischen Situation und den dadurch notwendigen Sicherheitsvorkehrungen ist es kein gewöhnliches Europa-League-Spiel“, sagte SC-Vorstand Oliver Leki zuletzt. Polizei und Verein hätten die Begegnung des VfB mit Maccabi im Dezember, die die Schwaben klar mit 4:1 für sich entschieden, fernab des Rasens genau beobachtet, auch die Clubs tauschten sich aus.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von nordtribuene.org (@nordtribueneorg)

Auch in Stuttgart haben im Dezember mehrere Ultra-Gruppen auf einen Besuch des Spiels verzichtet: Der Schwabensturm, die Schwaben Kompanie und die Crew 36. „Die Sicherheitsmaßnahmen, um das Spiel überhaupt durchführen zu können, verlangen von uns einen großen Verzicht auf elementare Bestandteile der Fan- und Stadionkultur und lassen es nicht zu, unsere Art Ultras zu leben“, hieß es damals in der gemeinsamen Stellungnahme.

Zum Artikel

Erstellt:
21. Januar 2026, 09:54 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen