Krieg in der Ukraine
Selenskyj kritisiert nach Blackout Kiews Stadtverwaltung
Russische Angriffe haben Kiew in Dunkelheit und Kälte gestürzt. Selenskyj verurteilt nicht nur den Beschuss, sondern auch die schlechte Vorbereitung darauf. Sein Angriff zielt auf einen alten Rivalen.
© Danylo Antoniuk/AP/dpa
In Kiew geben die Streitkräfte warme Mahlzeiten für Menschen aus, die in ihren Häusern keinen Strom mehr haben.
Von dpa
Kiew - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die schwere Lage in Kiew mit der Wärme- und Stromversorgung nach den russischen Luftangriffen auch der Stadtverwaltung angelastet. "Die Ausrüstung hätte schon vor dem Winter besorgt und gekauft werden müssen, und die Stadtverwaltung von Kiew sollte jetzt um ein Vielfaches schneller agieren, um den Menschen wenigstens im Februar das Leben zu erleichtern", forderte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, gilt als politischer Konkurrent Selenskyjs.
Russische Angriffe mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern zu Jahresbeginn haben die Energieversorgung Kiews hart getroffen. Die Heizung ist bei starken Frosttemperaturen in tausenden Wohnblocks ausgefallen, auch Strom gibt es nur stundenweise. Zeitweise fehlt in einigen Haushalten sogar fließendes Wasser. Nach Angaben Selenskyjs gibt es Hinweise darauf, dass Moskau eine neue schwere Angriffswelle plant.
Der Staatschef dankte dabei für die Hilfe, die aus dem ganzen Land in die Hauptstadt ging, sei es mit Brigaden von Elektrikern oder der Lieferung warmer Mehlzeiten an Bedürftige. Der ukrainische Staatschef versprach die Hilfe auszubauen, wenn nötig, erinnerte zugleich aber daran, dass auch in anderen Regionen die Lage schwierig sei.
