Ukraine-Krieg

Selenskyj warnt vor neuem massiven russischen Angriff

Erst in der Nacht überzog Russland die Ukraine mit heftigen Luftangriffen. Der ukrainische Präsident Selenskyj warnt vor einem erneuten Großangriff.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einem neuen schweren Angriff Russlands. (Archivbild)

© Sven Hoppe/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einem neuen schweren Angriff Russlands. (Archivbild)

Von dpa

Kiew - Nach einem schweren russischen Angriff mit vielen Toten und Verletzten in der Nacht zu Dienstag warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut vor einer großen Attacke. Noch in dieser Nacht könne es zu einem massiven Angriff kommen, sagte er unter Berufung auf Geheimdienstinformationen in seiner abendlichen Videobotschaft. Erst in der Nacht auf Dienstag hatte Russland die Ukraine erneut mit schweren Luftangriffen überzogen. Selenskyj sprach von 22 Toten und 130 Verletzten. 

Selenskyj sagte weiter, Russland stufe ukrainische Unternehmen, die Fortschritte bei der Entwicklung und Produktion von Raketen machten, als vorrangige Ziele ein. Die Ukraine werde darauf reagieren. 

Schwerer Angriff erst in der vergangenen Nacht

Russland greift in seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg systematisch das Hinterland der Ukraine an. Tag für Tag werden dabei Zivilisten verletzt oder getötet - immer wieder auch in Wohnhäusern, Kindergärten und Kliniken. 

Wegen eines ukrainischen Angriffs auf die von Russland kontrollierte Stadt Starobilsk vor rund anderthalb Wochen hatte Moskau Vergeltung angekündigt. Wenige Tage später startete Russland dann einen der bislang schwersten Angriffe auf die Ukraine. Danach kündigte der Kreml an, systematisch Rüstungsobjekte und "Entscheidungszentren" in Kiew anzugreifen und forderte Diplomaten auf, die Stadt zu verlassen. 

Bei dem Angriff auf Starobilsk waren nach Angaben der Besatzungsbehörden mehr als 20 Zivilisten in einem Wohnheim ums Leben gekommen. Kiew erklärte, dass der Angriff einer Drohneneinheit des russischen Militärs gegolten habe.

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Erstellt:
2. Juni 2026, 22:02 Uhr

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