Handball-Bundesliga Frauen
So sieht der Modus in den Play-offs aus
In der Handball-Bundesliga Frauen ist die erste Phase der Saison abgeschlossen. Für das Württemberg-Trio geht es in den Play-offs der Plätze 5 bis 11 um Europa und gegen den Abstieg.
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Verantwortung auf der Trainerbank (v. li.): Nico Kiener (Frisch Auf Göppingen), Miriam Hirsch (TuS Metzingen), Thomas Zeitz (Sport-Union Neckarsulm).
Von Jürgen Frey
Die Hauptrunde in der Handball-Bundesliga Frauen (HBF) mit 22 Spieltagen ist vorbei. Nun geht es in die entscheidende Play-off-Phase. Die ersten vier Teams kämpfen um die deutsche Meisterschaft. Hauptrundensieger HSG Blomberg-Lippe trifft dabei auf den Tabellenvierten Thüringer HC, der Tabellenzweite und DHB-Pokalsieger Borussia Dortmund misst sich mit der drittplatzierten HSG Bensheim/Auerbach. Die Best-of-three-Serien starten am 25. April, das zweite Duell folgt eine Woche später und – falls benötigt – das entscheidende dritte Spiel dann am 9. Mai.
Frisch-Auf-Start mit Heimspiel
Bereits am kommenden Wochenende starten die Play-offs der Plätze 5 bis 11. Hier treffen die Teams in einer Einfach-Runde aufeinander, wobei jede Mannschaft je drei Heim- und drei Auswärtsspiele absolviert. Je nach Platzierung in der Hauptrunde nehmen die Teams bis zu sieben Bonuspunkte in die Play-off-Tabelle mit. Die Sport-Union Neckarsulm (Start am 18. April beim SV Union Halle-Neustadt) erhält als Sechster sechs Punkte, die TuS Metzingen (Start am 18. April beim Buxtehuder SV) als Siebter fünf Punkte, Frisch Auf Göppingen (Start am 19. April daheim gegen den BSV Sachsen Zwickau) als Neunter drei Punkte.
Der Gewinner dieser Play-off-Runde beendet die Saison als Fünfter und erhält zur Belohnung einen festen Platz im DHB-Pokal-Viertelfinale der Saison 2026/27 sowie einen Platz im europäischen Wettbewerb, für den der Play-off-Sechste bei der EHF ebenfalls noch einen Startplatz beantragen kann. Der Letzte der Gruppe muss in der Relegation gegen den Vizemeister der zweiten Liga um den Klassenverbleib kämpfen. Die TG Nürtingen hat als aktueller Zweitliga-Vierter dabei noch Chancen. Einen Direktabsteiger aus der Bundesliga gibt es aufgrund des Rückzugs der HB Ludwigsburg in dieser Saison nicht.
Für diese Relegationsspiele gegen den Abstieg könnte aus dem württembergischen Bundesliga-Trio am ehesten noch das Frisch-Auf-Team von Trainer Nico Kiener infrage kommen. „Das wollen wir aber unter allen Umständen vermeiden“, sagt Geschäftsführer Claus Mai. Vielmehr wäre eine, wenn auch wenig realistische, Europapokalteilnahme (bei allem organisatorischem und finanziellem Aufwand) ein gewisser Reiz und natürlich gut fürs Image. Vor allem aber ist die mit Platz fünf verbundene DHB-Pokal-Viertelfinalteilnahme sehr verlockend: Denn mit nur einem Sieg wäre damit die Teilnahme am lukrativen Final Four in der Stuttgarter Porsche-Arena perfekt.
Dass Frisch Auf die Hauptrunde auf Platz neun statt auf Platz acht abschloss, war im Übrigen eine Verstrickung äußert unglücklicher Umstände. Konkurrent BSV Sachsen Zwickau spielte am 12. Spieltag gegen den VfL Oldenburg 25:25, da Oldenburg aber eine nicht spielberechtigte Spielerin eingesetzt hatte, bekam Zwickau nachträglich 2:0 Punkte ohne Torwertung zuerkannt (Oldenburg legte gegen das Urteil keinen Einspruch ein). Dadurch waren Frisch Auf und Zwickau punktgleich. Im Normalfall zählt dann die Tordifferenz, bei der Göppingen besser gewesen wäre. Doch laut der HBF-Durchführungsbestimmungen zählte wegen der Punkte am grünen Tisch nicht die Tordifferenz, sondern der direkte Vergleich.
Auswärtstore geben Ausschlag
Dabei hatten beide Teams jeweils ihre Heimspiele mit einer Differenz von zwei Toren gewonnen. Da der BSV jedoch bei der 27:29-Niederlage am letzten Spieltag vor 1900 Zuschauern in Göppingen mehr Auswärtstore erzielte als Frisch Auf bei der 23:25-Niederlage im Hinspiel in Sachsen, liegt Zwickau im direkten Vergleich vorne und beendet die Hauptrunde somit auf dem achten Platz.
Play-off-Spielplan der Württemberg-Teams
1. Spieltag
18. April, 16 Uhr: Buxtehuder SV – TuS Metzingen
18. April, 18 Uhr: SV Union Halle-Neustadt – Sport-Union Neckarsulm
19. April, 14.30 Uhr: Frisch Auf Göppingen – BSV Sachsen Zwickau
2. Spieltag
25. April, 18 Uhr: Sport-Union Neckarsulm – Buxtehuder SV
25. April, 19.30 Uhr: TuS Metzingen – Frisch Auf Göppingen
3. Spieltag
2. Mai, 17 Uhr: BSV Sachsen Zwickau – TuS Metzingen
3. Mai, 16 Uhr: Frisch Auf Göppingen – Sport-Union Neckarsulm
4. Spieltag
9. Mai, 18 Uhr: VfL Oldenburg – Frisch Auf Göppingen
9. Mai, 18 Uhr: Sport-Union Neckarsulm – BSV Sachsen Zwickau
5. Spieltag
16. Mai, 19.30 Uhr: TuS Metzingen – Sport-Union Neckarsulm
17. Mai, 16 Uhr: Frisch Auf Göppingen – SV Union Halle-Neustadt
6. Spieltag
23. Mai, 16 Uhr: Buxtehuder SV – Frisch Auf Göppingen
23. Mai, 16.30 Uhr: VfL Oldenburg – TuS Metzingen
7. Spieltag
30. Mai, 19.30 Uhr: Sport-Union Neckarsulm – VfL Oldenburg
30. Mai, 19.30 Uhr: TuS Metzingen – SV Union Halle-Neustadt
