Tel Aviv

Spanien beruft seine Botschafterin in Israel ab

Spaniens Regierung zieht Konsequenzen im Streit mit Israel: Die Botschafterin wird abberufen. Wie es dazu kam und welche politischen Konflikte dahinterstehen.

Spaniens Regierungspräsident Pedro Sánchez. Als Konsequezn im Strit mit Israel hat die Regierung die Botschafterin in Israel abberufen.

© Diego Radamés/EUROPA PRESS/dpa/Diego Radamés

Spaniens Regierungspräsident Pedro Sánchez. Als Konsequezn im Strit mit Israel hat die Regierung die Botschafterin in Israel abberufen.

Von red/dpa

Spanien hat angesichts der angespannten Beziehungen zu Israel seine Botschafterin in Tel Aviv, Ana Salomón, von ihrem Posten abberufen, wie im spanischen Amtsblatt mitgeteilt wurde. Die Diplomatin war schon im September vergangenen Jahres zu Konsultationen nach Madrid zurückgerufen worden, nachdem Israels Außenminister Gideon Saar Spanien eine anti-israelische und antisemitische Kampagne vorgeworfen hatte. 

Spanien ist seit Jahren einer der schärfsten europäischen Kritiker der in Teilen rechtsextremen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die Regierung in Madrid hat Palästina als Staat anerkannt und Regierungschef Pedro Sánchez warf Israel einen Völkermord im Gazastreifen vor. Zudem verhängte Spanien Sanktionen gegen Israel. Die derzeitigen israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran kritisiert Sánchez als Bruch des Völkerrechts.

Israel wiederum hatte seine Botschafterin Rodica Radian-Gordon schon im November 2023 zu Konsultationen nach Jerusalem zurückgerufen. Seither ist der Posten vakant.

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Erstellt:
11. März 2026, 13:56 Uhr

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