ARD-„Deutschlandtrend“

SPD rutscht auf 13 Prozent ab

Im neuen „Deutschlandtrend“ der ARD fällt die SPD auf ihren schwächsten Wert seit Jahren. Die Umfragewerte im Detail.

Umfragetief für die SPD

© Kay Nietfeld/dpa/Kay Nietfeld

Umfragetief für die SPD

Von red/AFP

Die SPD ist im neuen „Deutschlandtrend“ der ARD auf ihren schwächsten Wert seit Jahren gefallen. In der am Donnerstagabend veröffentlichten Umfrage kommen die Sozialdemokraten nur noch auf 13 Prozent - das ist ein Punkt weniger als im Dezember. Schwächer war sie zuletzt im August 2019, als sie auf zwölf Prozent kam. Damals befand sich die Partei nach dem Rücktritt der Vorsitzenden Andrea Nahles in der Krise.

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union laut „Deutschlandtrend“ derzeit auf 28 Prozent – das ist ein Punkt mehr als im Dezember. Die AfD hätte unverändert 25 Prozent in Aussicht. Die Grünen bleiben bei zwölf Prozent und die Linke bei zehn Prozent. 

Das BSW verschlechtert sich in der Sonntagsfrage leicht auf drei Prozent (minus eins) und bliebe damit wie die FDP (stabil bei drei Prozent) unterhalb der Mandatsschwelle. 

Nur Pistorius überzeugt Mehrheit

Mit der Arbeit der Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD ist wie zum Jahresende 2025 nur jeder fünfte befragte Deutsche (20 Prozent) sehr zufrieden oder zufrieden. Mit 78 Prozent überwiegt weiterhin die Unzufriedenheit mit dem Regierungshandeln. Knapp jeder Zweite (48 Prozent) hält es für eher wahrscheinlich, dass die Bundesregierung 2026 bestehen bleibt. 45 Prozent halten das hingegen für eher unwahrscheinlich. 

Aus dem Bundeskabinett überzeugt wie in den vergangenen Monaten nur Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) eine Mehrheit der Deutschen. 57 Prozent sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden (minus eins). Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) kommt auf 26 Prozent Zufriedenheit (minus vier); 56 Prozent sind mit seiner Arbeit weniger oder gar nicht zufrieden. 

Mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sind 24 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden (plus eins); 73 Prozent sind mit ihm weniger oder gar nicht zufrieden. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) erreicht ebenfalls einen Zufriedenheitswert von 24 Prozent (minus vier). Mit CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sind 14 Prozent zufrieden. 43 Prozent kennen sie nicht oder trauen sich kein Urteil zu. 

1323 Wahlberechtigte befragt

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kommt aktuell auf 33 Prozent Zufriedenheit bei den Deutschen (minus fünf). Von den Oppositionspolitikerinnen und -politikern überzeugt Alice Weidel (AfD-Fraktionsvorsitzende) 25 Prozent der Deutschen (minus eins). 

Der Linken-Vorsitzende Jan van Aken erreicht aktuell 13 Prozent Zufriedenheit. 58 Prozent kennen ihn nicht oder trauen sich kein Urteil zu. Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner kommt auf neun Prozent Zufriedenheit. Knapp zwei Drittel (65 Prozent) kennen sie nicht oder trauen sich kein Urteil zu.

Für die Erhebung befragte das Institut Infratest dimap 1323 Wahlberechtigte von Montag bis Mittwoch dieser Woche im Auftrag der ARD.

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Erstellt:
8. Januar 2026, 18:08 Uhr

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