Brandstiftung in Reutlingen
Täter versuchten offenbar, in weitere Umspannwerke einzudringen
Nach dem Brand eines Umspannwerks in Reutlingen ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei wegen weiterer Versuche im Reutlinger Umland, in Umspannwerke einzudringen.
© Christoph Schmidt/dpa
Ein Brand in einem Umspannwerk sorgte am 8. Juni für einen großflächigen Stromausfall in Reutlingen.
Von Theo Westermann
Im Vorfeld der Brandstiftung im Umspannwerk Reutlingen-West, der zu einem massiven Stromausfall führte, hat es nach bestätigten Informationen unserer Redaktion offenbar auch weitere Versuche gegeben, in Umspannwerke in der näheren und weiteren Umgebung von Reutlingen einzudringen. Konkret betroffen war demnach auch ein Umspannwerk bei Münsingen. Der Versuch scheiterte aber.
Dabei handelt es sich um den erfolglosen und abgebrochenen Versuch, in das Umspannwerk bei Münsingen einzudringen, wird uns aus weiteren Sicherheitskreisen bestätigt. Hier laufen bereits seit längerem Ermittlungen.
Hinweise auf Beschädigungen an anderen Umspannwerken
Der Sprecher wollte selbst aber konkret sich nicht zu Münsingen äußern, bestätigte aber in diesem Zusammenhang, dass es weitere Hinweise auf Beschädigungen an den Umgrenzungen ähnlicher Objekte in der Umgebung gab, die untersucht würden und bezüglich derer versucht werde, zeitliche Eingrenzungen vorzunehmen. Weitere Einzelheiten könnten dazu derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt werden, so die für die Ermittlungen federführend zuständige Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart.
In Reutlingen hatten unbekannte Täter in der Nacht zum 8. Juni mit Brandbeschleuniger mehrere Brände in dem Umspannwerk in einem Gewerbegebiet gelegt und so einen großflächigen Stromausfall ausgelöst. Über viele Stunden waren tausende Haushalte ohne Strom, auch das örtliche Krankenhaus und zahlreiche Betriebe. Es kam zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und dem THW.
Nach der Brandstiftung hatte das Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen und dafür eine Sonderkommission eingerichtet. Auch Videoaufnahmen rund um das Umspannwerk Reutlingen West würden ausgewertet.
