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Teil der Straßensanierungen verschoben

Etwa die Hälfte des geplanten Programms für Murrhardt und seine Teilorte wird aufgrund der vorausgesagten Steuereinbrüche ins kommende Jahr verlegt. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt diesmal auf Gemeindeverbindungsstraßen sowie kleineren Wegen.

Auf der Liste, die im laufenden Jahr noch abgearbeitet wird, steht auch die Sanierung von Lutzensägmühle und Hausener Straße, die die Teilorte Alm und Hausen verbinden. Auch die Radfahrer wird’s freuen, wenn die Straßenschäden beseitigt sind. Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Auf der Liste, die im laufenden Jahr noch abgearbeitet wird, steht auch die Sanierung von Lutzensägmühle und Hausener Straße, die die Teilorte Alm und Hausen verbinden. Auch die Radfahrer wird’s freuen, wenn die Straßenschäden beseitigt sind. Foto: J. Fiedler

Von Christine Schick

MURRHARDT. Eigentlich waren es insgesamt 20 Straßen und Wege, die dieses Jahr für eine Oberflächenbehandlung vorgesehen waren. Da aber Kämmerer Matthias Glassl keinen Zweifel daran gelassen hatte, dass sich die Finanzen wie auch anderenorts nicht zum Positiven entwickeln werden und mit starken Einbußen insbesondere bei der Gewerbe- und Einkommensteuer zu rechnen ist, heißt es für die Stadt, einige Investitionen zurückzustellen. Dies betrifft nun auch das Straßensanierungsprogramm. Vorschlag der Verwaltung: die 20 Maßnahmen splitten und einen Teil aufs kommende Jahr schieben. Elf Projekte werden im laufenden Jahr, neun 2021 angegangen. Bei der Auswahl der Straßen waren für die Verwaltung zwei Punkte entscheidend: Zum einen möchte sie diejenigen wieder instand setzen, bei denen Leitungsverlegearbeiten stattgefunden haben, zum anderen marode Gemeinde- und Gemeindeverbindungsstraßen in den Teilorten berücksichtigen. Vorgesehen ist eine Oberflächenbehandlung, bei der der Straßenbelag mit einem bitumenhaltigen Bindemittel angespritzt und mit einer Splittmischung abgestreut wird.

Die Verwaltung räumt hier durchaus ein: „Diese Art der Sanierung mit einer neuen Verschleißschicht ist lediglich eine lebensverlängernde Maßnahme.“ Unebenheiten, durch die sich beispielsweise bei Regen Pfützen bilden, können dabei nur bedingt beseitigt werden, da die Straßenoberfläche und das Gefälle des Belags nicht verändert werden. Aufgrund der relativ dünnen Schicht müssen bei diesem Verfahren die Straßeneinlaufschächte nicht nachträglich angepasst werden. Das Verfahren wird von der Verwaltung als eine relativ günstige Maßnahme gesehen, die Straßenoberflächen für weitere sechs bis zehn Jahre instand zu halten. Es ist nun geplant, die insgesamt 20 Wege und Straßen in 2020 und 2021 anzugehen. Insofern ist kein DSK-Verfahren (dünne Asphaltdeckschicht im Kalteinbau) vorgesehen. „Wo notwendig werden selbstverständlich weitere Sanierungsmaßnahmen an Straßen und Gehwegen punktuell mit der Asphaltkolone des Bauhofs ausgeführt werden“, heißt es in der Vorlage.

„Bei den Straßen in den Teilorten muss man was tun“, unterstrich Mario Brenner (CDU-FWV) in seinem Statement in der jüngsten Gemeinderatssitzung zum Thema und Vorgehen. Auch wenn es noch besser sei, alles dieses Jahr zu erledigen, sehe er es als gangbar an, das Paket aufzuteilen und die neun weiteren Vorhaben etwas später zu erledigen. Auch Bürgermeister Armin Mößner pflichtete dem bei und ergänzte, dass die Sanierungen ja nicht gestrichen, sondern verschoben seien. Sie müssten jetzt mit den Investitionen eben etwas umplanen.

Elisabeth Zenker (SPD) bat darum, die Löcher auf dem Stadthallenparkplatz nicht zu vergessen und den Beton/Belag dort zu verschließen (diente zum Zeltaufbau des Narrendorfs beim Landesnarrentreffen). Der Gemeinderat gab geschlossen grünes Licht für das Sanierungspaket und die Aufteilung mit Abarbeitung der Hälfte im kommenden Jahr.

Für die insgesamt 20 Straßensanierungen plant die Stadt rund 170000 Euro ein

Dieses Jahr werden folgende Straßen sowie Wege saniert: in Steinberg die Strecke vom Fritzhof bis zum Wald (die Fläche misst 630 Quadratmeter), in Steinberg vom Taubenhof bis Hördter Mühle (900 Quadratmeter), in Fornsbach der Kurhausweg bis zum Wald (2130 Quadratmeter), in Fornsbach der Feldweg bis zum Schwarzen See (835 Quadratmeter), in Fornsbach die Zufahrt Harnersberg (1060 Quadratmeter), in Hausen der Hunnenburgweg (730 Quadratmeter), in Harbach der Quellenweg (270 Quadratmeter), in Murrhardt der Brommersbergweg bis zum Friedhof (1950 Quadratmeter), in Mettelberg der Feldweg bis Klingen (1890 Quadratmeter), in Alm ein Teilstück von Mozartstraße und Almweg (1000 Quadratmeter) sowie in Alm die Straße Lutzensägmühle bis zur Hausener Straße (4500 Quadratmeter). Unter dem Strich sind nun für diese Maßnahmen rund 80000 Euro reserviert.

Für 2021 vorgesehen sind folgende Maßnahmen: der von der Kreisstraße1900 abgehende Verbindungsweg bis Bärleshof (510 Quadratmeter), in Unterneustetten der Hotzenbühlweg (1100 Quadratmeter), in Murrhardt der Heumadenweg ab dem Freibad (1630 Quadratmeter), in Fornsbach ein Teilstück des Jägerwegs (1630 Quadratmeter), in Fornsbach die Straße Mühlwiesen (1430 Quadratmeter), in Fornsbach der Feldweg Schlupf/Stockreute (3750 Quadratmeter), in Käsbach ein Teilstück der Weilergasse (360 Quadratmeter), in Käsbach der Feldweg Kirchmahd (1960 Quadratmeter) sowie in Harbach ein Teilstück der Kieselhofstraße (6000 Quadratmeter). Für die Sanierungen sind 90000 Euro eingeplant.

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Erstellt:
15. Mai 2020, 06:00 Uhr

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