Nahost-Konflikt

Türkei warnt Iran – Rakete abgefangen

Der Nahe Osten als „Feuerring“, wie der türkische Präsident Erdogan befürchtet? Nun scheint sich der Konflikt auszuweiten.

Erdogan bei einer Pressekonferenz.

© Khalil Hamra/AP/dpa/Khalil Hamra

Erdogan bei einer Pressekonferenz.

Von Michael Maier/dpa

Ein aus dem Iran stammendes Geschoss ist laut dem türkischen Verteidigungsministerium von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden. Das ballistische Geschoss war auf dem Weg in den türkischen Luftraum und durchquerte dabei den Luftraum des Irak und Syriens, wie das Ministerium mitteilte. Unter Türkei-Reisenden kommen deswegen nun verstärkt Sorgen auf.

Ein Teil der Abwehrrakete landete in der Grenzprovinz Hatay auf einer unbebauten Fläche, es gab keine Verletzten. Der Kommunikationschef des Präsidialamts, Burhanettin Duran, schrieb auf X, es habe sich um eine Rakete gehandelt.

Türkei behält sich Gegenschlag in Iran vor

Der Türkei sei das Recht vorbehalten, auf „jede Art von feindlicher Haltung gegenüber unserem Land entsprechend zu reagieren“, hieß es aus dem Ministerium weiter. Jeder notwendige Schritt werde getan um den Luftraum und das Land zu schützen. Alle Seiten seien dazu aufgefordert „von Schritten abzusehen, die zu einer weiteren Ausweitung der Konflikte in der Region führen könnten“.

Die Türkei hat im Krieg gegen den Iran bisher eine neutrale Haltung eingenommen und sich intensiv um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan äußerte am Wochenende seine Besorgnis über die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran und forderte alle Beteiligten zur Zurückhaltung auf. Er warnte davor, dass der Nahe Osten zu einem „Feuerring“ werden könnte, falls der Konflikt nicht eingedämmt wird.

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Erstellt:
4. März 2026, 14:42 Uhr
Aktualisiert:
4. März 2026, 17:13 Uhr

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