Wegen israelischer Angriffe
Unesco stellt 39 Kulturstätten im Libanon unter verstärkten Schutz
Angesichts israelischer Angriffe auf Ziele im Libanon hat die Unesco 39 Kulturstätten im Land unter erhöhten Schutz gestellt. Für diese gilt fortan das höchste juristische Schutzniveau.
© Hussein Malla/AP/dpa/Hussein Malla
Rauch steigt von einem israelischen Luftangriff im Libanon (Archivfoto).
Von red/AFP
Die Unesco hat 39 Kulturstätten im Libanon angesichts der israelischen Angriffe auf Ziele im Land unter erhöhten Schutz gestellt. "Für die 39 Kulturstätten gilt fortan das höchste juristische Schutzniveau gegen Angriffe und eine Nutzung zu militärischen Zwecken", erklärte die UN-Kulturorganisation am Mittwoch in Paris. Die Unesco werde "technische und finanzielle Unterstützung" bereitstellen, Vorsichtsmaßnahmen und Risikomanagement verbessern und Kultur-Mitarbeiter und Soldaten in der Region zusätzlich schulen.
Außerdem bekommen die Kulturstätten eine internationale Finanzhilfe von mehr als 100.000 Dollar (rund 87.000 Euro) für dringende Maßnahmen. Der erhöhte Schutzstatus gilt unter anderem für die archäologischen Stätten von Baalbeck und Tyr, für das Nationalmuseum in der Hauptstadt Beirut und die Ruinen von Byblos.
Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Damals feuerte die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon massiv an und schickte Bodentruppen über die Grenze.
