Gestrandeter Wal in der Ostsee
Tierärztin: Wal wird heute nicht mehr transportiert
Der Wal-Rettungsversuch läuft seit Donnerstag. Nun ging es auch sichtbar voran. Der Wal wird heute allerdings noch nicht die Bucht verlassen – zumindest nicht mithilfe der privaten Initiative.
© Bernd Wüstneck/dpa
Die Rettungsaktion läuft, aber der Wal sollte am Samstag nicht mehr transportiert werden.
Von dpa
Kirchdorf - Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal wird zunächst weiter in der Bucht vor der Insel Poel ausharren müssen. "Heute wird er nicht mehr transportiert, das können wir sagen", sagte die an dem privaten Rettungsversuch beteiligte Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert bei einer Pressekonferenz am Samstagnachmittag im Hafen von Kirchdorf. Über den konkreten Zeitplan der Aktion des Wals wollte die Medizinerin aus Föhr zunächst nichts sagen. Hintergrund sei, dass das Team von außen nicht unter Druck stehen wolle. Intern gebe es durchaus einen Zeitplan. "Wir sind jetzt gut dabei", sagte Bahr-van Gemmert.
Das Team gebe jetzt alles für den Wal. Sie gestand aber auch ein: "Wir wären gerne noch schneller." Die Tierärztin und die anderen Experten im Team seien davon überzeugt, dass die Rettungsaktion die beste Lösung ist für den Wal. Es bestehe "eine reelle Chance (..), dass er das gut schafft".
Seit drei Tagen laufen die Arbeiten einer privaten Initiative, die das Tier lebend zurück ins offene Meer transportieren möchte. Das Tier liegt seit 19 Tagen in der Wismarbucht.
© Bernd Wüstneck/dpa
Detaillierte Infos zum Fortschritt der Rettungsaktion gibt es von den Initiatoren nicht.
© Stefan Tretropp/dpa-Zentralbild/dpa
Wo gearbeitet wird, muss man auch mal "um die Ecke". Dafür gibt es auf dem Arbeitsponton nun auch eine mobile Toilette.
© Christopher Hirsch/dpa
Rund um die Bucht gibt es auch einige Menschen, die den gestrandeten Wal sehen möchten. Ali ist dafür weit angereist und will bis Sonntag bleiben.
© Bernd Wüstneck/dpa
Schlauchboote, Paddleboards, Segelboote, Motorboote - um den Wal herum ist auch am Samstag einiges in Bewegung.
© Bernd Wüstneck/dpa
Der Wal selbst bewegt sich dagegen am Samstag deutlich weniger als am Freitag als er plötzlich stark mit seinen Flossen ausschlug.
