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Vorschläge von Kindern willkommen

Der Spielplatz am Murrhardter Feuersee ist der am stärksten genutzte in der Stadt. Die Anlage soll auf Vordermann gebracht und um Outdoor-Fitnessgeräte ergänzt werden. Dies und weitere Pläne hat der Gemeinderat mit dem aktuellen Spielplatzkonzept beschlossen.

Der Spielplatz am Feuersee liegt mitten im Stadtgarten. Da die Anlage mittlerweile 30 Jahre alt ist, soll sie erneuert werden. Foto: C. Schick

Der Spielplatz am Feuersee liegt mitten im Stadtgarten. Da die Anlage mittlerweile 30 Jahre alt ist, soll sie erneuert werden. Foto: C. Schick

Von Elisabeth Klaper

MURRHARDT. Hochbauamtsleiter Harald Britsch präsentierte dem Gemeinderat eine neue, aktuelle Gesamtübersicht zu allen öffentlichen Spielplätzen mit Bewertungen. Das letzte Mal war dies 2014 geschehen. „Insgesamt sieht es nicht schlecht aus, nachsteuern kann man immer“, sagte Harald Britsch. Eine Schwierigkeit gibt es dennoch: Spielgeräte sind meist fest einbetoniert, deshalb sei es nicht so einfach, sie auszuwechseln, wenn sie stark abgenutzt sind.

Der überwiegende Teil sei aus Naturholz gebaut oder aus recycelbarem Kunststoff. Natürlich gehe es darum, die Spielplätze attraktiv und in gutem Zustand zu erhalten. „Wenn Eltern sich melden und fragen, ob etwas getan werden kann, dann machen wir das“, unterstrich der Hochbauamtsleiter. In jüngster Zeit gelte dies mit gewissen Einschränkungen. „Wegen der Coronapandemie haben wir uns zurückgehalten und Spielgeräte repariert statt ausgetauscht.“ Seit 2014 seien einige Spielplätze abgebaut worden, die nur wenig genutzt und in schlechtem Zustand waren. Zugleich habe man andere komplett neu angelegt oder mit neuen Spielgeräten aufgewertet.

Die aktuelle Bestandsaufnahme umfasst neben den öffentlichen Spielplätzen auch die Spielgeräte an Schulen und Kindergärten sowie Kleinspielfelder und Bolzplätze. Alle werden regelmäßig vom Mitarbeiterteam des Zweckverbands Bauhof kontrolliert und gewartet, zudem begutachtet ein unabhängiger Tüv-Sachverständiger einmal pro Jahr den technischen Zustand. Für die Erneuerung von Spielgeräten stehen im Haushalt jährlich 50000 Euro zur Verfügung.

Der am meisten frequentierte Spielplatz befindet sich am Feuersee: Diese Anlage ist 30 Jahre alt, darum ist geplant, sie 2021 weiterzuentwickeln, teils mit neuen Spielgeräten auszustatten, zudem mit Outdoor-Fitnessgeräten zu kombinieren und als intergenerativen Bewegungsplatz zu gestalten. Handlungsbedarf besteht auch bei der Anlage im Stadtgarten gegenüber der Walterichschule und beim dortigen Pausenhof. Nach dem Neubau der Turnhalle werden diese mit neuen Spielgeräten ausgestattet, die Vogelnestschaukel wird abgebaut, so das städtische Konzept.

Die Fraktionssprecher lobten die von Britsch gut gestaltete Übersicht, die regelmäßige Kontrolle der Spielplätze und Prüfung des technischen Zustands der Geräte. „Spielplätze sind wichtig für die kindliche Entwicklung, da sie die Beweglichkeit und das Sozialverhalten fördern“, betonte Ralf Nentwich (MDAL/Die Grünen). Für den Spielplatz beim Feuersee schlug er vor, eine ähnliche Gemeinschaftsaktion mit Workcamp wie bei einem Spielplatz im Teilort Siegelsberg auf die Beine zu stellen. Das sei mit einem Mehrwert für die Beteiligten verbunden und spare gleichzeitig Geld. Die Stadtverwaltung solle prüfen, ob Fördergelder für Spielplätze zu bekommen wären. „Wichtig sind uns auch ökologische Gesichtspunkte“, betonte Nentwich, darum plädierte er für eine einheitliche Linie. „In Zukunft sollten möglichst Spielgeräte aus heimischem Holz verwendet werden, dies ist auch kostengünstiger.“

Vielleicht könnte man eine Workcampaktion wiederholen, auch prüfe man die Möglichkeit, Zuschüsse zu erhalten, nahm Bürgermeister Armin Mößner den Vorschlag auf. Weiter sei es wichtig, die Kinder ein Stück weit an der Weiterentwicklung und Gestaltung der Spielplätze zu beteiligen, fand der Rathauschef. „Wir wollen diese an den Nutzern orientieren, deshalb sollen Kinder Vorschläge machen, welche Geräte oder Elemente sie wünschen“, präzisierte Harald Britsch.

Es sei wichtig, regelmäßig den technischen Zustand und die Sicherheit der Spielplätze und -geräte zu bewerten und zu prüfen, fand Susanne Barreuther (CDU/FWV). Auch hielt sie es für eine gute Idee, den 2015 abgebauten Spielplatz Ulrichsklinge in Siegelsberg zu einem Platz für Jugendliche auszubauen: „Wir würden es begrüßen, wenn die Dorfgemeinschaft mitmacht.“ Markus Blank (UL) wies auf den Spielplatz Wiesenstraße hin, der „keinen guten Ruf“ habe, da die Spielgeräte uninteressant seien. „Er wird neu gestaltet, nachdem das dortige Regenüberlaufbecken saniert ist“, sagte der Bürgermeister zu. Für die dringend erforderliche Erneuerung des Kleinspielfeldbelags bei der Hörschbachschule seien bereits 140000 Euro vorgemerkt. Doch man müsse Glück haben, um eine Sportstättenförderung zu bekommen, deshalb gelte es, regelmäßig Anträge dafür zu stellen, beantwortete Mößner eine Nachfrage von Markus Blank.

Das Konzept zur Weiterentwicklung der Spielplätze bekam vom Gemeinderat unisono grünes Licht.

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Erstellt:
21. Oktober 2020, 06:00 Uhr

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