Zukunft der Arktis

Wadephul auf Island - Themen Grönland und Arktis-Sicherheit

Auf dem Weg zu einem Treffen mit seinem US-Kollegen Rubio macht der deutsche Außenminister einen Stopp auf Island. Auch auf der Nachbarinsel Grönlands geht es vor allem um ein Thema.

Außenminister Wadephul wurde unten am Flugzeug neben der isländischen Außenministerin Gunnarsdóttir auch von Vizekanzler Lars Klingbeil begrüßt.

© Michael Kappeler/dpa

Außenminister Wadephul wurde unten am Flugzeug neben der isländischen Außenministerin Gunnarsdóttir auch von Vizekanzler Lars Klingbeil begrüßt.

Von dpa

Reykjavik - Außenminister Johann Wadephul macht auf seinem Flug in die USA einen Zwischenstopp auf Island. Auf der nur knapp 300 Kilometer südöstlich von Grönland liegenden Insel kam der CDU-Politiker mit seiner Kollegin Thorgerdur Katrín Gunnarsdóttir zusammen. Das Treffen findet vor dem Hintergrund der Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einer gewaltsamen Einnahme Grönlands statt.

Ebenso wie die USA und Deutschland sind Island und das offiziell zu Dänemark gehörende Grönland Mitglieder der Nato. Beim Gespräch von Wadephul mit Gunnarsdóttir dürfte auch die Sicherheit in der Arktisregion Thema sein.

Trump hat wiederholt mit der gewaltsamen Einnahme Grönlands gedroht. Dabei verwies er auf die strategische Bedeutung der Insel, eine zuletzt große Präsenz von russischen und chinesischen Schiffen in der Region - und auf die Bodenschätze Grönlands. Für Beunruhigung sorgen Trumps Äußerungen vor allem, weil er militärischen und wirtschaftlichen Zwang nicht ausschloss, um Kontrolle über Grönland erlangen. Die Insel ist zu vier Fünfteln mit Eis bedeckt und sechsmal so groß wie Deutschland.

Treffen mit Klingbeil beim Tankstopp

Als Wadephul in Reykjavik ankam, erwartete ihn auch Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) unten am Flugzeug. "Ist das hier Klingonien?", fragte der Außenminister gut gelaunt und scherzend. Die Flugzeuge der Flugbereitschaft der beiden Minister standen nebeneinander - Klingbeil ist ebenso auf einer Reise in die USA und hatte dort einen Tankstopp eingelegt. Wadephul verabschiedete Klingbeil mit einem Klaps und den Worten "Hau rein".

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es auf die Frage, ob die beiden Minister nicht hätten zusammen fliegen können: "Bei Reisen wird stets geprüft, ob diese gemeinsam durchgeführt werden können. Die aktuellen Reisen von Außenminister Wadephul und Vizekanzler Klingbeil ließen sich aufgrund des unterschiedlichen Programmablaufes nicht zusammenlegen." So führe Wadephul etwa noch bilaterale Gespräche in Island. Er werde zudem länger in den USA bleiben und von Washington noch nach New York weiterreisen.

Wadephul am Montag bei Rubio in Washington

An diesem Montag wird Wadephul in der US-Hauptstadt Washington von seinem Kollegen Marco Rubio empfangen. Auch dabei dürften die Drohungen Trumps gegen Grönland eine wichtige Rolle spielen. Neben der transatlantischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik geht es bei dem Treffen vor dem Hintergrund der laufenden Beratungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine auch um die weitere Unterstützung des vor knapp vier Jahren von Russland angegriffenen Landes.

Wadephul ist auf dem Weg in die USA.

© Michael Kappeler/dpa

Wadephul ist auf dem Weg in die USA.

Das Flugzeug (hinten) von Außenminister Wadephul (CDU) steht neben dem Airbus A319 von Bundesfinanzminister Klingbeil (SPD).

© Michael Kappeler/dpa

Das Flugzeug (hinten) von Außenminister Wadephul (CDU) steht neben dem Airbus A319 von Bundesfinanzminister Klingbeil (SPD).

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Erstellt:
11. Januar 2026, 18:48 Uhr
Aktualisiert:
11. Januar 2026, 21:41 Uhr

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