Rettung in der Ostsee dauert an
Wal soll Korsett aus großen Sandsäcken bekommen
Innerhalb der privaten Rettungsinitiative für den gestrandeten Wal gab es interne Streitigkeiten. Nun soll die DLRG eine Leitungsfunktion übernommen haben.
© dpa/Philip Dulian
Der Wal befindet sich immer noch im Flachwasserbereich.
Von red/dpa
Um den in einer Bucht der Ostsee-Insel Poel festliegenden Wal soll eine Art Korsett aus sechs oder mehr großen Sandsäcken aufgebaut werden, damit er nicht weiter in die Flachwasserzone rutscht. In der vergangenen Nacht habe sich das Tier infolge des Drucks von Wind und Wellengang etwa 80 Meter im „Rückwärtsgang“ bewegt, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD).
Die sogenannten Bigpacks sollen demnach im Rücken des Wals aufgestellt werden. Sie sollen verhindern, dass er sich noch weiter von der möglicherweise rettenden Fahrrinne entfernt. „Er braucht ja nicht viel, um in tieferes Wasser zu kommen“, sagte Backhaus.
Die Idee für das Setzen der Bigpacks kam dem Minister zufolge von Helfern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die inzwischen eine Leitungsfunktion innerhalb der privaten Wal-Rettungsaktion eingenommen habe. „Sie hat eine Struktur geschaffen, mit der wir gut arbeiten können“, sagte Backhaus.
