Piloten könnten bald streiken

Wann ist der Streik bei der Lufthansa?

Die Piloten der Lufthansa haben für einen Streik gestimmt. Ist demnächst mit Flugausfällen zu rechnen?

An den Flughäfen könnten bald einige Maschinen stehen bleiben.

© Petr Podrouzek / shutterstock.com

An den Flughäfen könnten bald einige Maschinen stehen bleiben.

Von Lukas Böhl

Bei der Lufthansa zeichnet sich ein umfassender Pilotenstreik in naher Zukunft ab. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat in einer Urabstimmung mit überwältigender Mehrheit beschlossen, Arbeitskampfmaßnahmen bei der Kerngesellschaft Lufthansa und der Frachttochter Lufthansa Cargo einzuleiten. Rund 90 Prozent der Lufthansa-Piloten und 95 Prozent der Cargo-Piloten nahmen an der Abstimmung teil, wobei 88 beziehungsweise 96 Prozent für den Streik stimmten. → Lesen Sie hier: Ist auch Eurowings betroffen?

Wann streiken die Lufthansa-Piloten?

Ein konkreter Termin für den Streik steht bislang noch nicht fest. Die Tarifkommission der VC wird das weitere Vorgehen bestimmen. Die Wahrscheinlichkeit für einen Streik zu Beginn der Herbstferien 2025 wird als hoch eingeschätzt. Sollte es zu einem Streik kommen, müssen Passagiere mit erheblichen Flugausfällen und Verspätungen rechnen. Reisenden wird geraten, ihre Reisepläne genau zu beobachten und sich auf mögliche Änderungen einzustellen. Die Piloten erwarten, dass die Lufthansa ihre Haltung noch überdenkt und ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegt, um den Arbeitskampf abzuwenden.

Welche Flughäfen könnten betroffen sein?

Die Flughäfen, die von einem möglichen Lufthansa-Pilotenstreik betroffen sein könnten, sind vor allem die großen Lufthansa-Drehkreuze wie der Flughafen Frankfurt am Main und der Flughafen München. Da Lufthansa dort den Großteil ihrer Flüge abwickelt, würden Streiks zu erheblichen Flugausfällen und Verspätungen führen. Auch Flughäfen, an denen Lufthansa-Tochtergesellschaften wie Eurowings oder Frachterlinien operieren, könnten beeinträchtigt werden.

Worum geht es bei dem Streik?

Hauptstreitpunkt ist die betriebliche Altersvorsorge der rund 4.800 Piloten. Die Piloten fordern eine Erhöhung des Arbeitgeberanteils, nachdem das Versorgungsniveau seit der Systemumstellung 2017 aufgrund niedriger Zinsen gesunken ist. Die Lufthansa lehnt diese Forderungen im Rahmen ihres strengen Sanierungsprogramms als nicht finanzierbar ab. Zudem plant die Lufthansa, einen Teil des Kurz- und Mittelstreckenverkehrs auf Tochtergesellschaften mit niedrigeren Löhnen auszulagern, was weiteren Unmut bei den Piloten hervorruft.

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Erstellt:
30. September 2025, 13:40 Uhr
Aktualisiert:
30. September 2025, 14:05 Uhr

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