Ruoff-Stiftung Nürtingen
Was ist eigentlich Weiblichkeit? Finale für Clara Stang in der Ruoff-Stiftung
Clara Stang zählt zu den spannendsten jungen Malerinnen, ist Stefanie Patruno, Chefin des Kunstmuseums Karlsruhe, überzeugt. Erleben kann man Stangs Bildwelt in der Ruoff-Stiftung.
© Clara Stang
In der Ruoff-Stiftung in Nürtingen zu sehen: Bilder der jungen Karlsruher Malerin Clara Stang
Von Nikolai B. Forstbauer
Für Stefanie Patruno, Direktorin des Kunstmuseums Karlsruhe, zählt Clara Stang zu den „spannendsten jungen Malerinnen“. Für die erste institutionelle Einzelausstellung Stangs in der Fritz und Hildegard Ruoff-Stiftung in Nürtingen hatte Patruno „gerne“ die Einführung übernommen – und sich dabei durch die neuen Arbeiten von Clara Stang in ihrer Wertschätzung „bestätigt gesehen“.
An diesem Sonntag, 21. Juni, ist das Stang-Panorama „Das, was ist“ in der Ruoff-Stiftung – 2025 bereits institutionelle Premierenbühne für Carlo Krone und auch für Noemi Strittmatter – von 13 bis 17 Uhr letztmals geöffnet. Und Clara Stang, 1999 geboren und aktuell noch Studierende bei Tatjana Doll an der Kunstakademie Karlsruhe, lenkt bei ihrem Fazit den Blick zugleich nach vorne.
„Wie schon in der Ausstellung in der Ruoff Stiftung angeklungen“, beschäftige sie sich, bestätigt auch durch die geäußerte Rückendeckung von Stefanie Patruno, aktuell „verstärkt mit dem Thema Weiblichkeit“, sagt Stang. Ändert dies auch den Blick auf ihre Bilder? „Figurationen tauchen aus Farbräumen auf, Maskenhaftes verschwimmt in feinstem Farbnebel“, heißt es zum Projekt „Das, was ist“. Und: „Clara Stang macht ,Das, was ist’ zur Frage und bestätigt den Zweifel als stärkste Form des bestätigenden Ausrufs.“
Und wie geht es bei Clara Stang weiter? Aktuell zeigt die von der Stuttgarter Galerie Lauffer vertretene Malerin über die Kunstakademie Karlsruhe noch die Schau „Eier“ in der Karlsruher Schöneberg Villa (Jahnstraße 3) 76133 Karlsruhe aus. Beteiligt ist Stang zudem an der Internationalen Schwarzwaldtriennale in der Galerie 56 A in Pforzheim sowie – von 11. Juli an, in der Schau „Fight or Flight – Sex“ im Kunstverein für feministische Praxis in Berlin (Studio 1, Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2). An diesem Sonntag, 21. Juni, aber kann man noch einmal tief eintauchen in die Bildwelt von Clara Stang – in den Räumen der Fritz- und Hildegard Ruoff-Stiftung in Nürtingen (Schellingstraße 12).
