Gaskraftwerke

Wichtiger Schritt für die Energiewende

Die Kraftwerksstrategie ist ein wichtiger Schritt bei der Energiewende – und steht für einen Lerneffekt in der schwarz-roten Bundesregierung, meint Tobias Heimbach.

CDU-Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ist für den Energiesektor zuständig.

© Elisa Schu/dpa

CDU-Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ist für den Energiesektor zuständig.

Von Tobias Heimbach

Es ist eine gute Nachricht für Deutschland: Die EU-Kommission hat den Weg für die Kraftwerksstrategie der Bundesregierung freigemacht. Diese ist bereits seit drei Jahren in Arbeit und ein wichtiger Schritt beim Umbau des deutschen Energiesystems. Denn nur wenn in Zukunft Gaskraftwerke bereitstehen, können die Schwankungen bei der Erzeugung von Wind- und Sonnenstrom ausgeglichen werden.

Dies ist ein Erfolg für Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU). Dabei fällt auf: In großen Teilen entsprechen die Pläne denen, die bereits unter ihrem Amtsvorgänger Robert Habeck (Grüne) erarbeitet worden waren. Reiche hatte sich zwischenzeitlich dafür ausgesprochen, deutlich mehr Gaskraftwerke zu bauen. Damit kam sie bei der EU jedoch nicht durch.

Bei Reiche zeigt sich exemplarisch für die nun nicht mehr ganz so neue Bundesregierung ein Lerneffekt. Was zu Oppositionszeiten lautstark kritisiert wurde, sieht von der Regierungsbank auf einmal ganz anders aus. Selbst als Ministerin hat Reiche immer wieder von „Kurswechsel“ in der Energiepolitik gesprochen. Nun setzt sie fort, was Habeck vorbereitet hatte.

Das heißt nicht, dass es insbesondere bei der Energiewende nichts zu verbessern gäbe. Aber das lässt sich am besten umsetzen, indem man an einigen Stellschrauben dreht – und nicht mit dem Vorschlaghammer alles einreißt.

Zum Artikel

Erstellt:
16. Januar 2026, 17:26 Uhr
Aktualisiert:
16. Januar 2026, 17:47 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen