Fastenzeit
Worauf kann man fasten?
Die Fastenzeit bietet die Chance, bewusst auf Gewohnheiten zu verzichten – ob klassisch auf Süßigkeiten oder kreativ mit digitalem Detox. Diese 20 Ideen zeigen, wie vielseitig Fasten sein kann.
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Beim Fasten müssen es nicht immer nur die klassischen Süßigkeiten sein.
Von Katrin Jokic
Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit – eine Zeit des bewussten Verzichts, die im christlichen Glauben traditionell der Vorbereitung auf Ostern dient. Doch Fastenzeiten gibt es nicht nur im Christentum, sondern auch in vielen anderen Religionen. 2026 beispielsweise beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan gemeinsam mit der christlichen Fastenzeit an Aschermittwoch.
Und längst fasten nicht nur gläubige Menschen: Viele nutzen die Wochen bis Ostern, um sich selbst herauszufordern oder schlechte Gewohnheiten abzulegen.
Die Klassiker sind bekannt: Süßigkeiten, Fleisch oder Alkohol stehen bei vielen ganz oben auf der Liste. Doch Fasten kann noch viel mehr bedeuten, zum Beispiel digitale Auszeiten oder ein nachhaltigeres Leben. 20 kreative Ideen zeigen, worauf man in der Fastenzeit verzichten könnte.
Klassiker:
- Süßigkeiten-Fasten: Schokolade, Gummibärchen & Co. bleiben im Schrank. Kann man auch auf „ungesunde Snacks“ anwenden, sodass auch Chips und Co im Regal bleiben.
- Alkohol-Fasten: 40 Tage ohne Bier, Wein oder Cocktails.
- Fleisch-Fasten: vegetarisch oder vegan durch die Fastenzeit.
- Zigaretten-Fasten: die Fastenzeit als Rauchpause bzw. Rauchentwöhnung nutzen.
Digitales Fasten:
- Social Media-Fasten: weniger scrollen, mehr echte Erlebnisse.
- Streaming-Fasten: Netflix & Co. pausieren.
- Handyfreie Zeiten: z. B. abends ab 18 Uhr das Smartphone weglegen.
Konsum & Minimalismus:
- Konsum-Fasten: nichts Neues kaufen, sondern erstmal das verwenden, was schon da ist. Bewusster einkaufen und Spontankäufe vermeiden.
- Coffee-to-go-Fasten: Kaffee nur selbst gemacht oder bewusst im Café.
- Lieferdienst-Fasten: statt Bestellen lieber selbst kochen.
- Aufräumen & Ausmisten: jeden Tag ein Bereich, eine Schublade oder ein Regal.
Nachhaltig fasten:
- Plastikfasten: Verpackungen reduzieren.
- Müll-Fasten: so wenig Abfall wie möglich produzieren.
- Klima-Fasten: CO2 sparen durch weniger Auto, weniger Fleisch, bewusster konsumieren.
Persönliche Routinen:
- Wasser-Fasten: als Getränk nur Wasser, kein Saft, keine Softdrinks.
- Autofasten: öfter zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs.
- Fluchen-Fasten: weniger Schimpfwörter, mehr gute Laune.
Für die Seele:
- Geräusch-Fasten: regelmäßig Stille genießen, z. B. morgens oder abends.
- Jammer-Fasten: statt meckern: jeden Tag einen positiven Moment bewusst wahrnehmen.
- Fasten für die Seele: jeden Tag eine gute Tat oder ein Kompliment
Die christliche Fastenzeit beginnt jedes Jahr am Aschermittwoch und endet nach 40 Tagen mit dem Karsamstag. Die Sonntage werden dabei traditionell nicht mitgezählt. In dieser Zeit erinnern sich Christinnen und Christen an die 40 Tage, die Jesus laut Bibel fastend in der Wüste verbracht hat. In diesem Jahr dauert die Fastenzeit also vom 18. Februar bis zum 4. April 2026.
Fasten bedeutet dabei nicht nur Verzicht, sondern auch die Chance, Veränderungen bewusst wahrzunehmen und den eigenen Alltag achtsamer zu gestalten. Wer sich selbst eine Pause von bestimmten Gewohnheiten gönnt, merkt oft erst, wie sehr sie den Alltag prägen – und entdeckt vielleicht neue Routinen, die langfristig guttun. Ob klassisch oder kreativ: Fasten kann eine spannende Reise zu sich selbst sein.
