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Zu viel Gegenwind für Aspachs Fußballer

Regionalligist aus dem Fautenhau verliert Saisonauftakt beim FK 03 Pirmasens nach einer ganz schwachen ersten Halbzeit mit 0:1. Nach der Pause gibt die SG Sonnenhof den Ton an, lässt aber alle Chancen ungenutzt und patzt kurz vor Schluss bei einem Eckball.

Hatte in Pirmasens ausreichend Grund, sich über den Auftritt seiner Mannschaft zu ärgern: Großaspachs Trainer Hans-Jürgen Boysen. Foto: S. Mohr

Hatte in Pirmasens ausreichend Grund, sich über den Auftritt seiner Mannschaft zu ärgern: Großaspachs Trainer Hans-Jürgen Boysen. Foto: S. Mohr

Von Uwe Flegel

Über die Tribüne des Pirmasenser Stadions strich ein recht frisches Lüftchen vom nahen Pfälzer Wald herüber. Auf dem Platz blies Großaspachs Fußballern zum Regionalliga-Auftakt gleich mal heftiger Wind entgegen. Bei der 0:1-Niederlage in der Pfalz bekam die SG Sonnenhof jedenfalls gleich mal zu spüren, dass ihr nichts geschenkt wird. Vor allem zu Beginn der Partie schien die Elf aus dem Fautenhau davon ein wenig überrascht zu sein und Trainer Hans-Jürgen Boysen ärgerte sich: „Immer nur eine gute Halbzeit reicht halt einfach nicht aus.“

Zwischen Ernüchterung und Verärgerung schwankte die Gefühlswelt bei den Schwaben nach dem misslungenen Auftritt beim Kellerkind der vergangenen Saison. Sportdirektor Joannis Koukoutrigas schimpfte beispielsweise: „Wenn wir ehrlich sind, dann hatten wir einen Sieg doch gar nicht verdient. In der ersten Halbzeit sind wir nicht ins Spiel gekommen und es ist für uns mittlerweile fast schon typisch, dass wir so ein Ding durch eine Standardsituation verlieren.“

Aspachs Trainer sieht bei seiner Elf
in der ersten Halbzeit
einen Mangel an Leidenschaft.

Sein Trainer gehörte eher dem Lager der Nachdenklichen an. Boysen wählte seine Worte mit Bedacht. Vielleicht, um nichts Falsches zu sagen. Eventuell aber auch, weil er mit Startproblemen gerechnet hatte. Wobei auch der 63-jährige Fußballlehrer wusste, dass die Anlaufschwierigkeiten in Sachen Zweikampfverhalten und Laufbereitschaft nichts mit der Integration der vielen Zugänge zu tun hatten, denn: „Im Fußball zählt nicht nur individuelle Qualität und Taktik, sondern auch Leidenschaft. Die haben wir vor der Pause vermissen lassen und auch noch viele Fehler produziert, obwohl uns der Gegner gar nicht groß Druck gemacht hat.“ Die Elf aus dem Fautenhau, bei der Kapitän Julian Leist mit Trainingsrückstand wegen einer Zehenverletzung auf der Tribüne und Abwehrroutinier Kai Gehring wegen einer Trainingspause aus privaten Gründen nur auf der Bank saßen, stand sich vor allem selbst im Weg. Zumindest in der ersten Halbzeit.

Nach der Pause sah bei den Aspachern dann vieles deutlich besser aus, doch ein Tor gelang der SG trotz drei, vier guter Gelegenheiten nicht. Dafür wurde hinten mal wieder gepatzt. „Schon die Entstehung des Eckballs war unnötig“, urteilte Boysen und hätte diesen Satz auch fürs Kopfballtor von Yannick Grieß nehmen können. Der ansonsten sehr gute Diakite versuchte erst gar nicht hochzuspringen und Torwart Oliver Schnitzler verließ sich wohl darauf, dass sein Mitstreiter die Situation wie so oft in dieser Partie absolut im Griff hat. Hatte er nicht und Aspach hatte nach 83 Minuten verloren.

Was die Sache noch einen Tick schlimmer macht, das war die Ampelkarte für Diakite vier Minuten später. Der 1,95 Meter große US-Amerikaner fehlt nun kommenden Freitag beim Heimauftakt gegen die Offenbacher Kickers. Ein Ausfall, den Boysen mit süßsaurer Miene kommentierte, weiß er doch, dass der 24-jährige Defensivexperte trotz seiner kurzen Zeit im Fautenhau bereits zum Stabilisator geworden ist. Einerseits. Andererseits, sagte Boysen, „sind wir in der Innenverteidigung gut aufgestellt“. Doch damit hatte es sich für den SG-Trainer in Sachen Gelb-Rote Karte noch nicht. Denn eines wollte er trotz aller Aspacher Schwächen noch loswerden und dies ohne große Zurückhaltung: „Die Ampelkarte für Mo war keine. Ohnehin war der Schiedsrichter so schlecht wie meine Mannschaft in der ersten Halbzeit. Ich weiß gar nicht, was der da alles zusammengejodelt hat.“ Eines war Boysen bei der heftigen Kritik jedoch wichtig: „Verloren haben wir deshalb aber nicht.“ Den misslungenen Auftakt hat sich die SG ganz allein selbst zuzuschreiben.

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Erstellt:
7. September 2020, 11:30 Uhr

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