Ein deutlicher Sieg und eine Klatsche

Das Fazit der Erstliga-Luftpistolenschützen des SV Murrhardt-Karnsberg fällt nach dem Start in die neue Saison zwiegespalten aus

Für die Erstliga-Luftpistolenschützen des SV Murrhardt-Karnsberg ging es am ersten Wettkampf-Wochenende der neuen Saison nach Kelheim. Es war ein Auftakt, der gegensätzlicher nicht hätte ausfallen können. Am ersten Tag setzten sich die Walterichstädter gegen die KKS Hambrücken deutlich mit 4:1 durch, ehe es am zweiten Tag gegen die Gastgeber vom SV Kelheim-Gmünd eine 0:5-Klatsche gab.

Steuerte seinen Teil zum Sieg gegen Hambrücken bei, ging gegen Kelheim-Gmünd aber leer aus: Karnsbergs Leo Braun.Archivfoto: T. Sellmaier

Von Katharina Klein

Erst himmelhoch jauchzend, dann zu Tode betrübt – vielleicht nicht ganz so extrem, aber so in etwa müssen sich die Karnsberger Luftpistolenschützen zum Saisonauftakt gefühlt haben. Zunächst hatten sie es mit Hambrücken zu tun, und das Quintett – bestehend aus Tobias Heider, Leo Braun, Patrik Lengerer und Laurent Stritt sowie Zugang Dirk Ruiken – feierte einen klaren 4:1-Erfolg. Mit 1852:1833 Ringen war das Resultat allerdings doch wesentlich knapper, als es auf den ersten Blick aussieht.

Heider hatte mit 365 Ringen im Duell mit Patrick Göpfrich (359) die Nase vorne. „Das ist wahrlich nicht die große Welt“, urteilte der SVK-Vorsitzende und Teambetreuer Gerhard Allmendinger. Auf 378 Punkte brachte es Braun, der damit über Teresa Groß (370) triumphierte. Lengerer und Stritt holten 370 Ringe und behaupteten sich damit jeweils hauchdünn gegen Glenn Niklas Simmank (365) und Axel Köhler (364). Einzig und allein der neu zu den Murrhardtern gestoßene Dirk Ruiken konnte mit 369 Ringen nichts gegen Jonathan Mader (375) ausrichten. Für Allmendinger sind 369 Ringe allerdings „ein passables Ergebnis und ein guter Einstand für Dirk“. Insgesamt zog der Betreuer eine wenig euphorische Bilanz des Auftaktsieges: „Die Ergebnisse waren nicht berauschend, weder auf unserer Seite noch auf der von Hambrücken. Der Sieg kam zustande, weil die Gegner gut angefangen, dann aber stark nachgelassen haben.“

Am zweiten Tag traten die Karnsberger trotzdem mit viel Rückenwind gegen Kelheim-Gmünd an. „Das war schon eine ganz andere Liga“, sagt Allmendinger. Die Gastgeber erwischten die Murrtaler mit einer vollen Breitseite, eine 0:5-Niederlage war das Ergebnis. Heider schoss mit 379 Punkten zwar deutlich besser als am Vortag, aber gegen Damir Mikec mit 389 Ringen war das nicht genug. „Mikec ist Profi. Tobias hat sich zwar im Vergleich verbessert, aber das reicht nicht, um gegen Mikec zu bestehen“, fand Allmendinger klare Worte. Bei Braun (373) war die Sache etwas knapper. Sein Gegenüber Simon Weiss hatte mit 379 Punkten nur einen dünnen Vorsprung. Auch Lengerer (379) hielt gegen Olympia-Schützin Monika Karsch (382) stark dagegen. „Zwischendurch dachte ich, das könnte etwas werden“, erzählt Allmendinger. Dasselbe Schicksal teilte Ruiken (373), der nur vier Ringe weniger als Carina Wimmer (377) einsackte. Ungleich deutlicher sah es da mit 19 Punkten Differenz bei Stritt (365) gegen Philipp Grimm (384) aus.

Egal wie hauchdünn der Unterschied in so manchem Duell gewesen sein mag – unter dem Strich stand eine Niederlage, die schwer auf den Schultern des Teams lastete: „Das 0:5 war eine derbe Niederlage. Aber da kann man jetzt nichts dran ändern. In zwei Wochen sieht die Welt wieder anders aus.“ Dann geht es für die Karnsberger nach Altheim-Waldhausen, wo sie auf den SV Waldkirch und den ESV Weil am Rhein treffen werden.